29.07.2016
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Rallye Rösrath Classic: Bunt, klassisch und ziemlich laut

Der Italiener Domenico Luisi fuhr einen türkis-blauen Opel Rekord P 1 Olympia, Baujahr 1960.

Der Italiener Domenico Luisi fuhr einen türkis-blauen Opel Rekord P 1 Olympia, Baujahr 1960.

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Luhr

Rösrath -

Bei leichtem Nieselwetter sind an diesem Morgen knapp 100 klassische Motorräder und Automobile bei der „Rösrath Classic“ des Automobil-Clubs „Bergischer Löwe“ am Start. Vom Erlebnisbauernhof Krewelshof bei Rösrath geht es auf die Strecke durch den Rheinisch-Bergischen, den Oberbergischen und den Rhein-Sieg-Kreis. Fabrizio Latragna aus Italien, der seit 52 Jahren in Deutschland lebt, liebt Autos. Schon immer. Er zeigt auf einen 2CV, auf einen Alfa Bertone, auf einen Porsche 911er. „Habe ich alle schon gehabt“, sagt er.

Heute aber hat ihn Domenico Luisi als Beifahrer engagiert. Luisi fährt einen türkis-blauen Opel Rekord P 1 Olympia. Ein ganz seltenes Modell, denn der Wagen (Baujahr 1960) fährt mit einem Olymat-Automatik-Getriebe. „Ich habe lange danach gesucht, denn in den 60er-Jahren habe ich genau den schon mal gefahren.“ Bei der „Rösrath Classic“ ist er zum ersten Mal am Start, doch er ist schon viele Rallyes gefahren. „Ich bin halt ein Oldtimer-Jeck.“

Knallrote Moto Guzzi

Auffällig in Rösrath ist die große Zahl an klassischen Motorrädern. Da steht eine hochmotorisierte knallrote Moto Guzzi aus den 50er-Jahren neben Modellen von Adler, Puch, BMW und dem „Flöppchen“ von Christian Straimer. Der Sachs-Motor des 1951 gebauten Zweirads liefert aus 150 Kubik gerade einmal 6,5 PS. „Dafür ist sie aber die lauteste Maschine, die hier rumsteht“, sagt der Bonner und zeigt auf den Vergaser: „Übersehen hat mich noch nie jemand, dafür ist sie einfach zu laut.“ Fast täglich schraubt er an dem Liebhaberstück. „Als Rentner ist das ein Vollzeitjob.“ Manfred Höcker aus Rösrath fährt eine Viktoria KR 35. 1939 gebaut, war das Motorrad im Zweiten Weltkrieg als Melde-Krad im Einsatz. 1993 entdeckte Höcker das Gefährt in einem Schuppen in Barby an der Elbe. Er baute es neu auf, lackierte es in der Originalfarbe Steingrau und freut sich heute über die Durchzugskraft des 18 PS starken Motors. Punkt 10 Uhr gibt Friedrich Schmelzer vom „Bergischen Löwen“ das Signal zum Start. In kleinen Abständen machen sich die Wagen und Motorräder auf den Weg. Gegen 15 Uhr kommen die ersten Wagen wieder zur Zieleinfahrt zum Krewelshof.


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