24.08.2016
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Tödlicher Unfall: Haltestelle wird zur Gedenkstätte

Auf der Sitzbank an der Bushaltestelle wurden Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt.

Auf der Sitzbank an der Bushaltestelle wurden Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt.

Foto:

Roland U. Neumann

Rösrath -

Fünf Tage nach dem schweren Verkehrsunfall auf der Hauptstraße in Hoffnungsthal, bei dem eine 59 Jahre alte Frau tödlich verletzt wurde, tappen die Ermittler immer noch im Dunkeln. Auch mit Informationen an die Öffentlichkeit halten sich die Ermittler zurück. Polizeisprecherin Claudia Kamman: „Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir noch nichts sagen. Wir haben noch keine stichhaltigen Beweise.“ Augenscheinlich werten die Ermittler immer noch Hinweise aus der Bevölkerung aus, wühlen sich durch Telefonlisten, um Rückschlüsse auf Lieferfahrer zu finden, und überprüfen Lieferfahrzeuge, die zu der Unfallzeit in Hoffnungsthal unterwegs waren.

Die Ergebnisse der Obduktion des Unfallopfers in der Kölner Gerichtsmedizin liegen der Polizei in Bergisch Gladbach noch nicht vor. Mehrmals wurde die Obduktion verschoben.
„Auch mehrere Tage nach dem Unfall arbeiten die Kollegen der Ermittlungsgruppe mit äußerster Sorgfalt und hochmotiviert“, sagte die Pressesprecherin.

Das 59 Jahre alte Unfallopfer hatte sich am Karnevalsdonnerstag gemeinsam mit dem Ehemann und Freunden in einer kleinen Kneipe zum Feiern getroffen. Der Ehemann der 59-Jährigen verabschiedete sich gegen 3.30 Uhr von seiner Frau und ging nach Hause. Rund zehn Minuten später folgte ihm seine Frau. Sie kam aber nie zu Hause an. An der Bushaltestelle „Schule“, so die Polizei, erfasste ein Lieferwagen oder Kleinlaster das Unfallopfer. Die Frau war sofort tot. Um 3.50 Uhr soll ein Taxi-Fahrer die Tote am Straßenrand entdeckt haben – rund 50 Meter vor ihrer Haustür.

Mittlerweile ist die Sitzbank an der Bushaltestelle mit Blumen und Kerzen übersät. Nachbarn und Freunde erweisen ihrer toten Bekannten damit die letzte Ehre.


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