31.07.2016
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Tote Karnevalistin: Unfallfahrer von Rösrath ist gefasst

Der Unfallwagen.

Der Unfallwagen.

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Polizei

Rösrath -

Der Fahrer, der in der Nacht von Weiberfastnacht auf Karnevalsfreitag eine 59-Jährige in Rösrath-Hoffnungsthal überfahren und tödlich verletzt hat, ist gefasst. Nachdem die Beamten die Unfallaufnahme abgeschlossen hatten, installierten sie in der Folgenacht eine Kontrollstelle in Hoffnungsthal. Die Ermittler richteten dabei ihr Augenmerk auf Lieferfahrzeuge, die täglich eine festgelegte Route abfahren.

Bei dieser Kontrolle wurde ein weißer 7,5 Tonner aus dem Kreis Viersen kontrolliert. Der 48-jährige Fahrer räumte ein, auch am Vortag durch Hoffnungsthal gefahren zu sein. Doch von einem Unfall habe er nichts bemerkt, behauptete er. Nach der Analyse von GPS-Aufzeichnungen aus dem Firmenfahrzeug sowie von Videomaterial aus dem Umfeld der Unfallstelle gingen die Beamten davon aus, dass genau jener Lkw zur Unfallzeit am Unfallort gewesen sein muss. Daraufhin wurde der Lkw am Samstag in Viersen sichergestellt und untersucht.

Das Fahrzeug wies zunächst keine auffälligen Unfallschäden auf. Bei einer kriminaltechnischen Untersuchung konnten allerdings kleinste Blut- und Knochenrückstände am Unterboden des Fahrzeugs gesichert werden. Die Polizei stellte im Rahmen der Obduktion fest, dass das Verletzungsmuster der 59-Jährigen mit dem Spurenbild an der Unfallstelle und am sichergestellten Lkw übereinstimmt. Die entscheidende Übereinstimmung ergab ein Abgleich des sichergestellten DNA-Materials vom Lkw mit dem DNA-Profil der 59-Jährigen.

Der Fahrer wurde am Dienstagmorgen auf seiner morgendlichen Fahrt erneut von der Polizei angehalten. Die Ordnungshüter konfrontierten den Mann mit der Sachlage und brachten ihn zur Vernehmung zur Polizeiwache Overath/Rösrath. Hier räumte er den Tatvorwurf ein. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Unfallflucht, fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung. (tyr)