29.07.2016
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Haushalt: Stadt will Mühlenverein helfen

Es wird viel Geld benötigt, die Grottenhertener Mühle zu erhalten. Die Fraktionen im Stadtrat prüfen nun, ob sich die Stadt an den Kosten beteiligen kann.

Es wird viel Geld benötigt, die Grottenhertener Mühle zu erhalten. Die Fraktionen im Stadtrat prüfen nun, ob sich die Stadt an den Kosten beteiligen kann.

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Markus Clemens

Bedburg-Grottenherten -

Ein historisches Gebäude wie die Grottenhertener Mühle kostet immer Geld. „Irgendein Projekt steht eigentlich immer an“, sagt Heinz-Willi Bickendorf vom Vorstand des „Fördervereins zur Erhaltung der Grottenhertener Mühle“. Erst jüngst hat der Vorstand das Dach des Maschinenraumes abgedichtet, weil es dort durchgeregnet hat. Um die Mühle komplett auf Vordermann zu bringen, wären annähernd 170 000 Euro notwendig. Nun hat die Freie Wählergemeinschaft Bedburg (FWG) im Stadtrat vorgeschlagen, dem Förderverein 150 000 Euro zur Verfügung zu stellen.

„Keine Traumtänzer“

„Wir sind keine Traumtänzer“, relativierte Fraktionsvorsitzender Leonhard Köhlen den eigenen Antrag. Denn zwischen seiner Formulierung und der Stadtratssitzung sind die enormen Defizite bekannt geworden, unter denen der städtische Haushalt leidet. Die Frage sei, wie viel Förderung die Stadt sich leisten könne. „Wir sollten uns einer Unterstützung aber nicht komplett verweigern“, erklärte Köhlen.

Trotz der angespannten Haushaltslage lehnten auch die anderen Fraktionen das FWG-Ansinnen nicht sofort ab. „Die Arbeit des Fördervereins ist natürlich förderungswürdig“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Georg Kippels. SPD-Fraktionsvorsitzende Heike Steinhäuser will zuerst exakt wissen, was genau saniert werden muss und welche genauen Kosten anfallen. „Wir brauchen mehr Information.“ Der Förderverein hatte jüngst erklärt, dass alleine 35 000 Euro für neue Flügel fällig würden. Zudem müsse das Mühlendach abgedichtet werden, was weitere 20 000 Euro kostet. Schließlich müssen einige tragende Balken in den Wänden ersetzt und das Innenmauerwerk saniert werden. Geeinigt hat man sich im Rat, das Thema im Zuge der Etat-Beratungen weiter zu verfolgen.


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