26.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Spardebatte: Grundschule bleibt eigenständig
01. April 2013
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Spardebatte: Grundschule bleibt eigenständig

Die Bedburger SPD setzt sich dafür ein, dass die Kirchhertener Geschwister-Stern-Grundschule erhalten bleibt. Bild: clemens

Die Kirchhertener Geschwister-Stern-Grundschule.

Foto:

Markus Clemens

Bedburg-Kirchherten -

Nun gibt es auch eine schriftliche Aussage der Bezirksregierung Köln, dass die Geschwister-Stern-Grundschule in Kirchherten selbst dann eigenständig bleiben kann, wenn in einem Schuljahr die gesetzliche Mindestzahl von 92 Schülern unterschritten wird.

Das hat August Gemünd, persönlicher Referent der Kölner Regierungspräsidentin, in einem Schreiben jetzt versichert. „Es muss keine Ausnahmegenehmigung bei der Bezirksregierung beantragt werden, da wir es ohne Einwände zulassen, dass die Schule in der jetzigen Form fortgeführt wird.“

Das Schreiben ist jedoch nicht an die Stadtverwaltung Bedburg gerichtet, sondern am vorigen Dienstag per E-Mail an den Landtagsabgeordneten Guido van den Berg aus Bedburg gegangen. Der SPD-Politiker hatte die Bezirksregierung um Klarstellung gebeten. Ein Auslaufen oder eine Schließung der Schule war diskutiert worden, da zum einen die Politiker die Stadtverwaltung – ohne Rücksicht auf Tabuthemen – um Sparvorschläge gebeten hatten, zum anderen die kleinste Bedburger Grundschule im Schuljahr 2014/2015 laut Schulentwicklungsplan knapp unter der erforderlichen Mindestgrenze an Schülern bleibt. In den Folgejahren sollen die Schülerzahlen in Kirchherten jedoch wieder deutlich ansteigen.

Guido van den Berg vermutet, dass der Landesregierung wegen einer möglichen Schulschließung der Schwarze Peter zugeschoben werden soll. „Fakt ist, dass die örtliche CDU nur die Verantwortung für ihre eigenen städtischen Einsparvorstellungen anderen in die Schuhe schieben will“, sagt van den Berg. Nun habe er jedoch die mündliche und schriftliche Bestätigung durch die Bezirksregierung, dass es noch nicht einmal einer Ausnahmegenehmigung bedarf, wenn die Zahl von 92 Schülern kurz unterschritten wird. „Die Entscheidungen liegen einzig und alleine in Bedburg.“

Der CDU-Ortsverband Pütz, Kirch- und Grottenherten hat sich derweil mit einem Flugblatt an die Bürger der beiden Ortschaften zu Wort gemeldet. „Wir wollen, dass die Grundschule in Kirchherten erhalten bleibt“, heißt es dort fettgedruckt. Unterzeichnet ist es unter anderem von Ortsbürgermeister Dieter Koehl und dem stellvertretenden Bürgermeister Heinz-Gerd Schmitz, beides CDU-Ratsmitglieder.

Einschränkend heißt es in dem Flugblatt aber auch: Nur die Anmeldung von Kindern könne den Betrieb der Schule dauerhaft sichern. Und: „Der Stadtrat muss sich mit der Situation aller Grundschulen befassen und überlegen, unter welchen Bedingungen und wie lange eine Schule eigenständig existieren kann. (...) Wir können weder die gesamtstädtische Schulstruktur und Entwicklung, die finanziellen Rahmenbedingungen im Haushalt der Stadt noch die freie Entscheidung der Eltern außer Acht lassen. Von daher müssen, wenn notwendig, die Situation und die Zukunftsperspektive der Geschwister-Stern-Grundschule neu bewertet werden.“


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