27.08.2016
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Hund gestorben: Warnungen vor Giftködern

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dpa

Brühl -

Der Park am Schloss Augustusburg in Brühl gehört ohne Frage zu den schönsten Flecken der Stadt. Insbesondere in der warmen Jahreszeit, wenn dort alles grün ist, wächst und gedeiht. Zur Zeit trügt die Idylle allerdings scheinbar etwas. Im Internet kursieren seit einigen Tagen Meldungen, dass im Schlosspark von Unbekannten Giftköder platziert worden seien, an denen bereits ein Hund gestorben sein soll. Von offizieller Seite konnten diese Behauptungen allerdings nicht bestätigt werden. Im Internet berichtet eine betroffene Hundehalterin jedoch, dass sie am Dienstagabend, 30. April, mit ihrer Hündin durch den Schlosspark spaziert sei. Weder zu diesem Zeitpunkt, noch später zu Hause habe es bei ihrer Labrador-Dalmatiner-Mischlingshündin Auffälligkeiten gegeben.

Am nächsten Morgen hingegen sei die Hündin um einiges ruhiger gewesen als zuvor und habe nichts fressen wollen. Besorgt suchte die Hundehalterin am Morgen des 1. Mai mit ihrem Vierbeiner den Notdienst einer Tierarzt-Praxis auf. Vom Veterinär wurde die Hündin sofort an den Tropf gelegt, der Kreislauf des Tieres war im Keller und der Puls viel zu hoch. Nach rund zwei Stunden am Tropf empfahl der Mediziner, das Tier in die Hundeklinik nach Pulheim zu bringen, da keine Verbesserung des Zustands in Sicht war. Als Hündin und Frauchen 15 Minuten später in der Klinik ankamen, war das Tier gerade verstorben.

Es ist bislang nicht erwiesen, dass die betroffene Hündin das Gift tatsächlich im Schlosspark aufgenommen hat.“

Anton Hamacher, Polizei-Pressesprecher

Auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ bestätigte die Polizei, dass eine Hundehalterin am 8. Mai eine entsprechende Anzeige erstattet und den Beamten oben geschilderte Geschehnisse zu Protokoll gegeben habe. Die Hundehalterin gab bei der Polizei zudem an, dass ihr in der Zwischenzeit weitere Giftköder-Fälle im Schlosspark zu Ohren gekommen seien. „Das sind allerdings Vermutungen. Ebenso ist bislang nicht erwiesen, dass die betroffene Hündin das Gift tatsächlich im Schlosspark aufgenommen hat“, erklärte Polizei-Pressesprecher Anton Hamacher.

Auch die Schlossparkverwaltung und das Kreisveterinäramt haben zum aktuellen Zeitpunkt keine weitergehenden Erkenntnisse. Der Brühler Verein „Tiere in Not“ habe das Amt über den Vorfall informiert, sagte Kreissprecher Stefan Grimm dieser Zeitung. „Die Mitarbeiter des Veterinäramtes waren daraufhin vor Ort und haben sich selbst ein Bild von der Lage gemacht. Gefunden haben sie allerdings im Schlosspark nichts“, so Grimm weiter.

Der Behörde sei zum momentanen Zeitpunkt allerdings ebenfalls nur von einem Fall bekannt. Wenn es Personen gebe, die Beobachtungen gemacht haben oder ebenfalls betroffen sind, sollten diese sich beim Kreisveterinäramt melden und gegebenenfalls bei der Polizei in Brühl Anzeige erstatten, rät Grimm.