28.09.2016
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Aktion: Kein Platz für Rassismus

Initiatoren und Bürgermeister Meier mit dem neuen Ortsschild „Frechen hat keinen Platz für Rassismus“.

Initiatoren und Bürgermeister Meier mit dem neuen Ortsschild „Frechen hat keinen Platz für Rassismus“.

Foto:

Pamo Roth

Frechen -

Am Wochenende gab es tatsächlich mal einen Ernstfall: Anhänger der Partei „Die Rechte Rhein-Erft“ hatten sich mit einem Transparent in der Fußgängerzone postiert. Die Frechener Parteien, die zu der Zeit dort ihre Infostände hatten, reagierten umgehend und stellten sich einfach in geballter Personenstärke vor die Rechten, bis diese wieder einpackten. So einfach und wirkungsvoll kann bisweilen ein Zeichen gegen Rassismus sein.

Erklärung gegen Rassismus

Ein weiteres Zeichen hat die Stadt nun selbst gesetzt und damit gezeigt, dass diskriminierende und rassistische Einstellungen, wie sie beispielsweise von der „Rechten Rhein-Erft“ propagiert werden, in Frechen unerwünscht sind: Auf Initiative ihres Integrationsrates trägt sie seit Montag den Titel „Frechen hat keinen Platz für Rassismus“. Auf Antrag des FDP-Vorsitzenden André Kotecki im Integrationsrat beteiligte sich die Stadt damit an dem Projekt „Stadt X hat keinen Platz für Rassismus“ der Aktion „Rote Karte Rheinland“. Dafür verabschiedete sie eine Erklärung gegen Rassismus und Diskriminierung und erhielt nun ein symbolisches Ortsschild, das fortan im Foyer des Rathauses stehen wird. „Ich finde es ganz besonders erfreulich, wenn gerade auch Städte, die noch kein Problem mit Rechten haben, schon im Vorfeld aktiv werden“, sagte Hartmut Gähl von „Rote Karte Rheinland“, der das Schild überreichte. Damit ist Frechen bundesweit die 122. Stadt mit diesem Titel.