29.07.2016
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Gastronomie: Neuer Versuch im Frechener Hof

Das neue Restaurant im Schützenhaus ist nach einem Jahr Umbau wieder eröffnet worden.

Das neue Restaurant im Schützenhaus ist nach einem Jahr Umbau wieder eröffnet worden.

Foto:

Christel Thiemann

Frechen -

Die Küche nennt sich deutsch-mediterran mit Penne, Spaghetti und Wiener Schnitzel, das Ambiente wirkt einladend mit frischen Farben und überdimensionalen Leuchtern, und das Personal ist freundlich und bemüht. Im neu eröffneten Restaurant im Hotel Frechener Hof, im ehemaligen Schützenhaus, legen die Inhaber Dagmar und Sascha Salem großen Wert auf einen „gepflegten Eindruck mit Wohlfühl-Charakter“.

„Auf Nummer sicher“

Nach einjähriger Umbauphase erstrahlt das Lokal in neuem Glanz und zeigt sich entstaubt von rustikalen Möbeln, Wandtäfelung und Butzenscheiben. Jetzt haben die Gäste ungehinderten Blick in Richtung Fußgängerzone.

Dass das Traditionshaus am 25. Juni 2013 ohne großes Aufsehen wieder eröffnet wurde, hat viele Frechener irritiert. „Wir wollten ein Soft-Opening, was bedeutet, nicht an die Öffentlichkeit zu gehen, bevor die Abläufe bei den Mitarbeiterin sitzen“, kommentiert Salem die zurückhaltende Einstellung. Will sagen: Die Kellner sollten wissen, wo welche Utensilien zu finden sind. „Nachdem der erste und zweite Pächter keinen Erfolg hatten, wollten wir auf Nummer sicher gehen, zumal wir in der Zeit auch erhebliche finanzielle Einbußen hatten", erläutert er seine Pläne. Das Konzept des Besitzers sieht so aus: Einerseits setzt das Restaurant auf die Hotelgäste, andererseits auf die Frechener und ihre Familien. Mit einem Wortspiel umschreibt der Inhaber das Ziel: „Ein Lokal sollte immer auch lokal verankert sein.“

Das Traditionshaus in Reichweite des Johann-Schmitz-Platzes solle auch weiterhin ein Wahrzeichen bleiben. Dabei, so der Hotelier, sei in der Umbauphase der Spagat zwischen Tradition und Moderne nicht leicht gewesen. „Die ehemalige Schwarzwaldstube von Vorbesitzer Edgar Halm in ein zeitgemäßes, aber dennoch gemütliches Restaurant zu verwandeln war für uns eine echte Herausforderung“, ergänzt seine Frau.

Besonders stolz ist das Ehepaar auf die eigene „Kinderkarte“. „Die Gerichte für die Kleinen hat unser zehnjähriger Sohn Leon entworfen“, berichtet Salem. Bestellen können die Pänz Hai-Happen (Schinken-Käse-Toast) oder „Aye, aye, Käpt’n Joe“ (Spiegelei mit Röstkartoffeln) – alle Kindermenüs kosten 3,80 Euro.

Angetan von Stil, Service und Gerichten

Die Gäste, die das Restaurant nach der Renovierung besucht haben, sind angetan von Stil, Service und den Gerichten. „Das Lokal ist sehr ansprechend“, lobt Jürgen Vossel aus Buschbell. Die Theke ist ihm allerdings zu modern: „Der alte Tresen war eine richtig rustikale Männertheke“, so seine Meinung. „Das Lokal hat jetzt seinen eigenen Charme“, findet Sabine Bonni aus Frechen. Sie hofft, dass das Restaurant angenommen wird: „Die Frechener tun sich immer ziemlich schwer, etwas Neues zu akzeptieren.“ „Schöner und viel heller als vorher“, urteilt Besucherin Monika Schneider. „Das ist jetzt ein Unterschied wie Tag und Nacht“, hat sie nach einem Rundgang festgestellt. Auch mit dem Gericht, Medaillons mit Gorgonzola-Sauce, war sie äußerst zufrieden. Das „gute Essen“ hat auch Liesel Heide überzeugt. Hinzu komme die liebevolle Einrichtung: „Bis auf das kleinste Detail sind Vasen, Sets, Wände und Sitze aufeinander abgestimmt“, schwärmt die Frechenerin.

Das Restaurant im Frechener Hof ist montags bis freitags, 17 bis 22 Uhr, geöffnet. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist es von 11.30 bis 14.30 und von 17 bis 22 Uhr bewirtschaftet. Einen Ruhetag gibt es nicht.