29.07.2016
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Gewerbegebiet: Keine Sex-Refugien in Frechen

Die geplanten Sex-Refugien in Frechen sind vom Tisch.

Die geplanten Sex-Refugien in Frechen sind vom Tisch.

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Archiv

Frechen -

Die 42 geplanten Sex-Refugien, die ein Investor auf dem Gelände neben einer Computerfirma im Gewerbegebiet an der Europaallee errichten wollte, werden nicht kommen. Das teilte gestern Nachmittag Bürgermeister Hans-Willi Meier mit.

Ein Mann aus Jülich hatte eine Bauvoranfrage bei der Stadtverwaltung zur Errichtung eines Garagenhofes gestellt, in dem der Prostitution nachgegangen werden sollte. Der Interessent war persönlich im Rathaus vorstellig geworden und hatte sich über die gesetzlichen Bestimmungen sowie Vorschriften informiert und entsprechende Pläne beim Bauamt zur Prüfung eingereicht.

Zum Hintergrund: Die Stadtverwaltung hatte im Jahr 2001 das Grundstück an die Computerfirma verkauft.

Rückkaufsrecht

Wäre die Firma expandiert , hätte das Unternehmen auf dem Grundstück weitere Verkaufsflächen oder Schulungsräume errichten können. Außerdem hatte sich die Stadtverwaltung ein Rückkaufsrecht zum gleichen Preis im Vertrag festschreiben lassen, für den Fall, dass das Land nicht gebraucht würde. Seit nunmehr zwölf Jahren liegt das Flurstück brach und der Besitzer denkt ernsthaft über den Verkauf nach.

„Die Rückkaufoption hätten wir gezogen und das Grundstück selbst weitervermarktet“, erklärte gestern Bürgermeister Hans-Willi Meier in einem Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Doch jetzt scheint das Thema ganz vom Tisch zu sein. Meier: „Der Besitzer des Areals hat seine Verkaufszusage an den ersten Interessenten zurückgezogen.“ Nach den neuesten Plänen soll die Parzelle an zwei andere potenzielle Käufer gehen. Je zur Hälfte soll ein chinesisches Unternehmen aus der Entsorgungsbranche und ein Fotodienst an dem Areal interessiert sein.