28.07.2016
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Post vertauscht: Ein Geschenk auf Abwegen

Wer vermisst dieses Weihnachtsgeschenk?

Wer vermisst dieses Weihnachtsgeschenk?

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Privat

Köln/Frechen -

Schon am Donnerstagabend lag in diesem Jahr mein erstes Weihnachtsgeschenk in meinem Briefkasten in Köln. Das dachte ich zumindest. Der Absender des zwar beschädigten, aber von der Post neu in Plastik verpackten Umschlags? Meine Mutter! Das konnte aber gar nicht sein. Eigentlich wollte sie mir nur ein paar langweilige Behörden-Briefe hinterherschicken, die noch bei meiner alten Adresse in Frechen gelandet waren. Ein Weihnachtsgeschenk per Post hatte ich nicht erwartet — schon deshalb nicht, weil ich Heiligabend sowieso bei meiner Familie verbringe. Wieso also sollte mir meine Mutter ein Geschenk per Post schicken?

Die Antwort ist einfach: Das hat Sie auch gar nicht! „Der Brief könnte in der maschinellen Sortierung aufgerissen worden sein“, vermutet Dieter Pietruck von der Deutschen Post. Die Anlage in Frechen ist zuständig für alle Postleitzahl-Bereiche mit der 50 am Anfang. Das ist der gesamte Rhein-Erft-Kreis, sowie das linksrheinische Köln. Die Maschine dort sortiert etwa 40.000 Briefe pro Stunde. Im Moment werden in Frechen jeden Tag etwa vier Millionen Briefe bearbeitet. Wird dabei eine Sendung beschädigt, geht diese an die Nachverpackungsstelle, wo die „Postdetektive“ aktiv werden. „Vermutlich ist dort der Inhalt vertauscht worden“, erklärt Pietruck.

Sie kennen den Absender? Schreiben Sie uns!

Doch wer vermisst nun sein Weihnachtsgeschenk? Ein Kochbuch von Gräfe und Unzer mit dem Titel „Kochen für Faule“ — mit einem kleinen, weihnachtlichen Aufkleber vorne drauf — verpackt in rotes Geschenkpapier mit goldgelben Verzierungen. Sollten Sie dieses Weihnachtsgeschenk vermissen — oder den Absender kennen — dann schreiben Sie uns eine E-Mail an Online-Rhein-Erft@mds.de. Und am besten schreiben sie uns auch gleich, was auf dem kleinen Weihnachtsaufkleber zu sehen ist.