25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Silvester-Müll: Früher waren mehr Raketen
02. January 2013
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Silvester-Müll: Früher waren mehr Raketen

Die Reste der Silvesterfeier vor der Kirche in Bachem. Vor allem große Feuerwerkbatterien werden mehr gezündet, die großen Pappkartons bleiben dann liegen.

Die Reste der Silvesterfeier vor der Kirche in Bachem. Vor allem große Feuerwerkbatterien werden mehr gezündet, die großen Pappkartons bleiben dann liegen.

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Pamo Roth

Frechen -

Das geflügelte Wort von Loriot über Weihnachten, „Früher war mehr Lametta“, passt in abgewandelter Form auch auf Silvester: „Früher waren mehr Raketen.“ Die meisten Grünflächen, Parks, Bushaltestellen und Spielplätze sind schon vom Silvestermüll befreit worden.

Seit halb 8 Uhr morgens ist der Trupp des Stadtbetriebs Frechen mit zehn Mitarbeitern und drei Kehrmaschinen im Einsatz. Die drei Mitarbeiter, die im Park rund um Haus Britz unterwegs sind, haben vor allem leere Sektflaschen und Raketen gefunden. Ärgerlich seien zerplatzte Glasflaschen, weil einige Leute Böller in Flaschen anzündeten.

Dabei beobachtet der Leiter des Stadtbetriebs, Dieter Hoffmann, einen Wandel: Der Müll werde nicht mehr, aber statt Raketen und Böllern würden mehr ganze Raketen-Batterien gezündet. Das sei einfacher für die Straßenreinigung, weil sich der Müll so konzentriere auf diese größeren Pappkartons.

Und noch eine Besonderheit kann er, allerdings nur für Frechen, konstatieren: Anders als in Berlin, wo sich die Silvesterfeiern auf das Brandenburger Tor und auf Brücken konzentrieren oder in Köln auf den Domplatz und das Rheinufer, gebe es in Frechen keine festen Hauptanlaufstellen: „Es gibt keine typischen Hotspots, das wandert an verschiedene Orte jedes Jahr“, sagt Hoffmann. Vor einiger Zeit sei beispielsweise die Krankenhausstraße ein beliebter Anlaufpunkt gewesen, inzwischen habe er sich wieder verlagert. Spätestens die Müllmänner entdecken sie dann – zwar weniger Raketen, aber mehr Pappkartons.