27.09.2016
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Hambacher Forst: Letzter Aktivist vom Baum geholt

Die Räumung der Baumhäuser könnte bald beendet werden.

Die Räumung der Baumhäuser könnte bald beendet werden.

Foto:

Vlaminck

Kerpen -

Großes Polizeiaufgebot im Hambacher Forst. Offenbar steht den Kohlegegnern, die sich erneut auf Baumhäusern verschanzt haben, eine erneute Räumung kurz bevor. Das Waldgebiet, das dem Braunkohletagebau Hambach von RWE weichen soll, ist weiträumig abgesperrt. Die Entwicklungen in unserem Liveticker - zum Nachlesen:

+++20.14 Uhr: Letzter Aktivist vom Baum geholt+++

Die Polizei hat nun auch den letzten Aktivisten vom Baum geholt. Der Mann hatte sich dort angekettet. Der Baum wird nun gefällt. Die Polizei hat darüber hinaus die Personalien aller Aktivisten aufgenommen und Platzverweise erteilt.

rohr festgekettet,

+++19.20 Uhr: Letzter Aktivist im Baum angekettet +++

Die Polizei versucht, den letzten Aktivisten aus einem Baum zu holen. Dort hat sich der Mann angekettet. Die Einsatzkräfte wollen die Kette durchtrennen. Der Einsatz neigt sich dem Ende.

+++16.30 Uhr: Noch einen Aktivisten entdeckt+++

Die Hoffnung, dass die Räumung der Baumhäuser ein schnelles Ende findet, mussten die Einsatzkräfte vor Ort wieder verwerfen. In den Bäumen wurde ein weiterer Umweltaktivist entdeckt. So müssen weiterhin zwei Aktivisten aus den Baumkronen im Hambacher Forst geholt werden.

+++16.25 Uhr: Aktion könnte bald beendet werden+++

Unser Reporter vor Ort hat erfahren, dass sich nur noch ein Aktivist in den Baumkronen ist. Dieser ist nach Angaben der Polizei nicht fixiert, so das die Einsatzkräfte davon ausgehen, dass die Aktion bald beendet werden könnte.

+++16.05 Uhr: Betonblock freigestemmt+++

Die Spezialkräfte vor Ort kannten auch den zweiten Aktivisten, der sich an einem Betonblock festgekettet hatte, vorerst „befreien“.

+++16.00 Uhr: Polizei: „Raten niemandem hier her zu kommen“+++

Die Polizei will die Waldbesetzung im Hambacher Forst bis zum Einbruch der Dunkelheit geräumt haben. Außerdem soll das Gelände gesichert werden - auch mit Hunden. „Wir raten niemandem hier her zu kommen“, hieß es von Seiten der Polizei.

+++15.45 Uhr: Aktivisten klettern in die Baumwipfel+++

Zwei Aktivisten haben eines der Baumhäuser verlassen und sind in die Baumwipfel geklettert.

+++15.30 Uhr: Polizei setzt Unterstützer fest+++

Bei Kontrollen auf der Zufahrt zum Hambacher Forst hat die Polizei offenbar Unterstützer der Waldbesetzer festgenommen. Angeblich konnten die Insassen eines verdächtigen Wagens keine Ausweispapiere vorweisen und leisteten laut Polizei Widerstand. Die Beamten fesselten die beiden Männer und durchsuchten den Wagen. Sie sollen Kletterausrüstungen dabei gehabt haben.

+++15.10 Uhr: Aktivisten haben sich festgekettet+++

Bei anderen Aktivisten hat es die Polizei offenbar nicht so einfach. Vermutlich haben diese sich an Betonblöcken festgekettet. Von den Baumhäusern sind Stemmhämmer zu hören.

+++15.00 Uhr: Erster Aktivist abgeführt+++

Die Polizei hat den ersten Aktivisten von einem der Baumhäuser runtergeholt. Der Mann wurde festgenommen und abgeführt.

+++14.30 Uhr: Vorbereitung für baldige Räumung der Baumhäuser?+++

Die Polizei zieht immer mehr Kletterpersonal zusammen. Offenbar wird eine baldige Räumung der Baumhäuser in 25 Metern Höhe vorbereitet.

+++14.10 Uhr: Abbau Stück für Stück+++

Die Polizei arbeitet derzeit mit drei Hebebühnen, die ständig versetzt werden um die Baumhäuser Stück für stück abzubauen. Die Höhenkletterer schaffen Schaumstoffmatratzen, Bretter, Bierflaschen, Moos und Fahnen von den Plattformen. Die Aktivisten setzen sich mit Handsirenen zur Wehr und spielen „Hello, Goodbye“ von den Beatles.

+++13.50 Uhr: Dauer der Räumung unklar+++

Nach Angaben von Polizei-Pressesprecher Anton Hamacher befinden sich fünf Personen in vier verschiedenen Baumhäusern. Zwei weitere Plattformen sind offenbar leer. Ein Aktivist ist nach Angaben der Polizei „festgemacht“. Auf welche Art ist noch nicht klar. Wie lange die Räumung dauern wird, ist ebenfalls noch unklar. Hamacher: „Wir können keine seriöse Zeitangabe machen, wie lange es dauert. Wir werden in Ruhe weiterarbeiten und hoffen, dass sich keiner verletzt.“

+++13.20 Uhr: Fünf bis sechs Aktivisten in den Bäumen+++

Die Polizei geht davon aus, dass sich fünf bis sechs Umweltaktivisten auf den Baumhäusern befinden.

+++13.10 Uhr: Bagger schaffen Sand in den Wald+++

Immer wieder wird mit großen Baggern Sand in den Wald geschafft. Damit wird der zum Teil matschige Waldboden für das schwere Gerät präpariert, sodass die Polizei besser an die Baumhäuser herankommen kann.

+++13.00 Uhr: Polizei baut Baumhäuser ab+++

Höhenkletterer der Polizei haben begonnen, die Baumhäuser der Aktivisten im Wald Stück für Stück auseinander zu nehmen.

+++12.26 Uhr: L276 bleibt weiterhin gesperrt+++

Die Landstraße 276 von Kerpen-Buir zur Autobahn bleibt weiterhin gesperrt. Die Polizei hat dort einen Einbahnstraßenverkehr eingerichtet damit Einsatzfahrzeuge besser zum Hambacher Forst gelangen können. Von der Autobahn nach Kerpen-Buir ist die Straße aber weiterhin befahrbar.

+++12.05 Uhr: Polizei nimmt offenbar Kontakt zu Besetzern auf+++

Wie es scheint sind Polizisten grade im Gespräch mit Besetzern auf den Plattformen. Außerdem haben die Beamten begonnen, Transparente die zwischen den Bäumen hängen abzubauen.

+++11.45 Uhr: Polizisten nähern sich einer Plattform+++

Mit zwei Hubsteigern nähern sich Polizisten derzeit einem Baumhaus von zwei Seiten. Offenbar entfernen die Beamten dort einige Äste. Anscheinend rechnen die Polizisten mit Gegenwehr: Sie haben Schutzschilde dabei.

+++11.40 Uhr: RWE kündigt konsequentes Vorgehen an+++

Das Waldstück soll nach Angaben von RWE erst im Jahr 2018 gerodet werden. Dennoch kündigte das Unternehmen an, auch gegen neue Besetzungen in Zukunft konsequent vorzugehen und diese rasch beseitigen zu lassen.

+++11.30 Uhr: Aktivisten: „Keine Gefährdung durch Baumhäuser“+++

Die Waldbesetzer haben auf ihrer Internetseite Stellung zu der Erklärung der Stadt Kerpen bezogen. Sie weisen die Vorwürfe, mit den Baumhäusern Spaziergänger zu gefährden, zurück. Alles sei abgesichert, sodass es nicht herunterfallen könne. Außerdem, so die Aktivisten, befänden sich in dem Bereich des Waldes keine öffentlichen Wege.

+++11.20 Uhr: Klettertrupps formieren sich+++

Im Wald formieren sich bereits die Klettertrupps der Polizei. Diese wollen sich mit Hubsteigern Zugang zu den Plattformen der Aktivisten verschaffen. Bis zu ihrem Einsatz kann es allerdings noch dauern. Offenbar gibt es im Wald fünf Plattformen. Auf allen wurden Umweltaktivisten gesichtet.

+++11.00 Uhr: Höhenkletterer der Polizei sind vor Ort+++

Die Polizei ist mit Höhenkletterern angerückt. Offenbar ist jedes der Baumhäuser mit Aktivisten besetzt.

+++10.35 Uhr: Neue Besetzung angekündigt+++

Auf ihrer Internetseite haben die Aktivisten bereits eine Wiederbesetzung angekündigt. Diese soll am 26. April stattfinden.

+++9.50 Uhr: Polizei stellt sich auf langen Einsatz ein+++

Die Polizei stellt sich auf einen längeren Einsatz bis mindestens heute Abend ein, wenn nicht sogar länger. Währenddessen wird offenbar schweres Gerät in den Wald geschafft. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Kohlegegner in den Bäumen angekettet haben.

+++9.30 Uhr: Betonblöcke in den Baumhäusern?+++

Möglicherweise sind auch Betonblöcke in die Baumhäuser eingebaut worden. Das erinnert an die Räumungsaktion im November 2012. Die Waldbesetzer protestieren gegen die Abholzung des Hambacher Forstes, der dem Braunkohletagebau Hambach von RWE weichen soll. Bereits im November 2012 hatten Kohlegegner einen Teil des Waldes besetzt und sich ein tagelanges Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei geliefert. Damals hatte sich einer der Aktivisten in einem Tunnel verschanzt. Nur mit großem Aufwand konnte die Polizei den Aktivisten aus dem metertiefen Erdbau holen.

+++9.00 Uhr: Stadt: „Zustand duldet keinen Aufschub der Räumung“

Die Baumhäuser sind laut Stadt in den letzten Wochen immer weiter ausgebaut worden. In einer Pressemitteilung erklärt die Stadt, die Baumhäuser hätten inzwischen einen Zustand erreicht, der aktuell zu einer konkreten Gefährdung für Menschen führe. Aufgrund dieses Zustandes dulde die Räumung keinen Aufschub.

+++8.30 Uhr: Stadt Kerpen spricht von Sicherheitsgründen+++

Federführend bei der Aktion ist ersten Informationen zufolge die Stadt Kerpen. Die Polizei leistet Amtshilfe. Aus Sicherheitsgründen, so Stadtsprecher Erhard Nimtz, habe das Bauordnungsamt die Aktivisten aufgefordert die Baumhäuser zu verlassen.

+++8.00 Uhr: Großes Polizeiaufgebot im Hambacher Forst+++

Im Hambacher Forst steht eine erneute Räumung offenbar kurz bevor. Seit 8 Uhr ist die Polizei mit zwei Hundertschaften in dem Waldgebiet, das dem Tagebau Hambach weichen soll. Das Gelände ist weiträumig abgesperrt.

Es berichten: Dennis Vlaminck, Partick Reinartz, Wilfried Meisen, Christina Hustedt (vor Ort) und Philipp Remke (Redaktion/Ticker).


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