27.07.2016
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Schädlingsbefall: Gefräßige Raupen breiten sich aus

Der Buchsbaumzünsler breitet sich im Rhein-Erft-Kreis aus. (Bild: Pamo Roth)

Der Buchsbaumzünsler breitet sich im Rhein-Erft-Kreis aus. (Bild: Pamo Roth)

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Pamo Roth

Rhein-Erft-Kreis -

Der Buchsbaumzünsler breitet sich im Rhein-Erft-Kreis weiter aus. Die gefräßigen Raupen mit dem lateinischen Namen waren vor zwei Wochen in Frechen entdeckt worden, jetzt berichten auch Bürger aus vielen anderen Ortschaften über einen Schädlingsbefall. In Bergheim und Hürth sind die Buchsbaumzünsler bereits entdeckt worden, ebenso in Brühl. Dort hat Heike Rössel die Tiere in ihrem Garten an der Bonnstraße gefunden. „Ich habe sechs Buchsbäume, und daraus habe ich etwa zehn Raupen entfernt“, berichtete sie dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Auf den Schädlingsbefall war sie zunächst durch kleine grüne Kotklumpen aufmerksam geworden. Dann waren die Blätter an den Buchsbäumen angefressen. Heike Rössel hat ihre Pflanzen mit Schutzmitteln behandelt, um die Schädlinge zu bekämpfen.

Schlosspark bislang verschont

Im Brühler Schlosspark, der sich ganz in der Nähe befindet, sind die Raupen noch nicht aufgetaucht. „Zwei Mitarbeiter haben unsere acht Kilometer langen Buchsbaumhecken heute abgesucht, sie haben nichts gefunden“, berichtete Ufuk Beceriklier auf Anfrage. Er ist seit vier Jahren gärtnerischer Leiter der Brühler Schlösser und hat dort bisher noch keinen Befall mit dem Buchsbaumzünsler erlebt. Wegen der vielen Besucher setzt er keine Pflanzenschutzmittel zur Prophylaxe ein: „Die verwenden wir gezielt nur dann, wenn ein Pilzbefall vorliegt.“

„Manchmal kommen auch Leute mit ihren Buchsbaumzweigen hierhin, um zu fragen, ob die Pflanzen von dem Schädling befallen sind“, berichtet Beceriklier. Dann wird es gefährlich: „Wir entsorgen die mitgebrachten Zweige dann ganz behutsam.“ (rtz)


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