23.07.2016
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Silvesternacht in Köln: So bereitet sich der Rhein-Sieg-Kreis nach den Übergiffen auf Karneval vor

Weiberfastnacht. Archivbild

Weiberfastnacht. Archivbild

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Propach

Rhein-Sieg-Kreis -

Unter dem Eindruck der Kölner Silvesterereignisse bereiten sich die Behörden im Rhein-Sieg-Kreis auf die Karnevalstage, vor allem auf Weiberfastnacht vor.

Fest steht bislang, dass die große Party auf der Marktplatte in Sankt Augustin in diesem Jahr ausfällt – nicht allerdings wegen Sicherheitsbedenken nach den Vorfällen am Kölner Hauptbahnhof, sondern wegen der Arbeiten für den Huma-Neubau. Stattdessen soll auf dem Siegburger Marktplatz eine große Party steigen. Details hierzu, etwa zur Betreuung oder einem Sicherheitskonzept, will die Stadtverwaltung am kommenden Montag bekanntgeben.

In Sankt Augustin war es in den Jahren zuvor gelungen, durch ein gut zwischen Stadtverwaltung und Polizei abgestimmtes Konzept tausende von Jugendliche ausgefallen feiern zu lassen. Polizei, Sanitäter, Sicherheitsdienst und Ordnungsamt waren mit 70 Kräften im Einsatz. In Siegburg hatte im vergangenen Jahr zwar Musik von einem DJ, nicht aber die Betreuung gefehlt.

Das sagt die Polizei Rhein-Sieg

Auch Stefan Birk, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, verwies darauf, dass es zu früh für die Bekanntgabe von Details sei. Zumindest sei geplant, zusätzliche „Fremdkräfte“ zur Gewährleistung der Sicherheit für die Feiernden anzufordern. „Die Vorfälle in Köln haben wir auf dem Schirm.“ Mit den Kollegen von der Bundespolizei, die für die sicherer Anreise am Siegburger Bahnhof zuständig ist, stimme man sich ohnehin grundsätzlich ab. „Das wird jetzt noch forciert.“

In Troisdorf steht eine Massenveranstaltung wie in der Kreisstadt nicht im Kalender. Ob zusätzliche Vorbereitungen getroffen werden, wird in den kommenden Tagen entschieden. Marc Eickelmann von der Pressestelle der Stadt zufolge werden im Rathaus aber zusätzliche Vorkehrungen zu den Karnevalszügen erwogen.