29.07.2016
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Altkleidersammlung: Pfadfinder geben RSAG einen Korb

Der erste Altkleidersack verschwindet im neuen Sammelcontainer.

Der erste Altkleidersack verschwindet im neuen Sammelcontainer.

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Stefan Villinger

Rhein-Sieg-Kreis -

Trotz der Ankündigung der Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG), künftig in Zusammenarbeit mit den karitativen Einrichtungen im Kreisgebiet eine kommunale Altkleidersammlung durchzuführen, will die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) auch künftig weiter selber sammeln. "Wir machen weiter!", heißt es in einer Mitteilung der DPSG.

Sie führt zweimal im Jahr in den Städten Niederkassel, Lohmar, Sankt Augustin, Siegburg und Troisdorf eine Altkleidersammlung durch. "Die Kleidersammlungen sind für uns Pfadfinder der wichtigste Einnahmepunkt, nur so können wir auch zukünftig die Jugendarbeit sichern", sagt Stammesvorstand Philipp Richter. "Zuschüsse für Fahrten, Materialanschaffung, Gruppenstundenutensilien und noch viel mehr müssen durch unsere Kleidersammlungen finanziert werden."

Die RSAG hatte bei der Vorstellung ihres Konzepts einer kommunalen Altkleidersammlung angekündigt, dass den karitativen Einrichtungen im Kreisgebiet kein finanzieller Schaden entstehen solle, auch wenn die Sammlung künftig durch ihre eigenen Mitarbeiter erfolgt. Der kommunale Entsorger hatte den Organisationen deshalb Zahlungen in Höhe der bisherigen Erlöse aus ihren eigenen Kleidersammlungen zugesagt.

Dieses Konzept überzeugt aber offenbar längst nicht alle karitativen Organisatoren in der Region. Während die Arbeiterwohlfahrt (Awo) mit der RSAG zusammenarbeitet, hat auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) angekündigt, in Windeck, Bad Honnef, Niederkassel, Wachtberg, Sankt Augustin und Königswinter eigene Sammelcontainer aufstellen. In Neunkirchen-Seelscheid hatte das DRK bereits in der vergangenen Woche einen Container in Betrieb genommen.