28.07.2016
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Feuerwehreinsatz in Windeck: Wohnhaus in Rosbach ist nach Brand einsturzgefährdet

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Ralf Rohrmoser

Windeck -

Ein verheerender Brand hat am frühen Dienstagmorgen ein Zwei-Familien-Haus an der Rathausstraße in Rosbach zerstört. Die Wohnungen in dem Gebäude sind unbewohnbar, vom Dach blieben nur die Giebel übrig. Das Gebäude ist einsturzgefährdet. Die drei Bewohner hatten sich unverletzt ins Freie retten können.

Der Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr, Gemeindebrandinspektor Max Land, erlitt eine Handverletzung, die im Krankenhaus versorgt werden musste.

Ein Feuerwehrmann war um kurz nach 5 Uhr noch mit dem Auto an dem Haus am Ortsausgang in Richtung Präsidentenbrücke vorbei gekommen, um mit dem Zug zur Arbeit zu fahren. Da war ihm nichts aufgefallen. Als ihn gegen 5.20 Uhr die Alarmierung auf dem Bahnsteig des Bahnhofs Schladern erreichte, konnte er bereits Feuerschein in den Fenstern des ersten Obergeschosses erkennen. Wenige Minuten später traf er gemeinsam mit den ersten der insgesamt 35 Einsatzkräfte ein. Da schlugen die Flammen bereits aus dem Dach.

Ein Bewohner hatte einen Knall gehört und war nach draußen geeilt, die beiden Nachbarn hatte er informiert. Sie warteten vor dem Haus, um auf die Wehrleute zu warten. Land ließ die Drehleiter aus Waldbröl kommen, acht Kameraden aus der Nachbarstadt kamen mit einem Lösch- und dem Hubfahrzeug. Unter Atemschutz fuhren Feuerwehrmänner in die Höhe, um das Feuer zu bekämpfen. Ein Innenangriff war kaum möglich. Mehrere Räume standen im Vollbrand, auch das Treppenhaus konnte nicht mehr benutzt werden.

Schwierig gestaltete sich zunächst die Wasserversorgung. Zwar ist die Rathausstraße die Hauptverbindung, doch ist der nächst gelegene Hydrant einige Hundert Meter entfernt. Deshalb wurde über lange Schlauchleitungen das Wasser aus der Sieg und einer Teichanlage zu dem Objekt gepumpt. Noch nach fast einer Stunde schlugen die Flammen aus dem Dach und wüteten in den Zimmern. Mehrere Trupps wurden rund um das Gebäude aufgestellt und bekämpften den Brand. Kompliziert war der Zugang zur Rückseite, die an einen Hang grenzt.

Immer wieder flackerten Glutnester auf, stürzten im Inneren Teile der Decke ein. Schließlich gelang es den Einsatzkräften, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Nachlöscharbeiten indes zogen sich bis in den frühen Abend hinein. Die Rathausstraße musste für die Arbeiten der Feuerwehr im Ort und am Kreisel der Präsidentenbrücke komplett gesperrt werden. Die Brandermittler untersuchten die Einsatzstelle, vermutlich entstand das Feuer im Bereich des Dachbodens und griff auf das erste Obergeschoss über. Hinweise auf eine Brandstiftung fanden die Kriminalbeamten nicht. Die Ursache ist aber noch nicht bekannt. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere 100 000 Euro.