27.09.2016
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Hobby-Bühne Hurst: Alle zehn Vorstellungen ausverkauft

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Stephan Propach

Windeck -

Ein ansehnlicher Bauernhof mit jede Menge Milch und Fleischvieh, Kühen, Ochsen, Schweinen, Rindern und Hühnern, dazu gibt’s die nötige technische Ausstattung. Die beiden Schönheitsfehler: Das Anwesen ist hoch verschuldet und Bäuerin Brigitte (Tina Engels) hat den Mann fürs Leben und die Landwirtschaft noch nicht gefunden. Damit hat der Württemberger Autor Bernd Gombold ausreichend Voraussetzungen für „Zoff om Hoff“ geschaffen. Das Ensemble der Hobby-Bühne Hurst begeistert mit dem Schwank in diesen Tagen sein Publikum. Alle zehn Vorstellungen sind allerdings schon ausverkauft.

„Das ist das Ende.“ Der Schrecken steht Opa Otto und seinem Freund Alois (Werner Gelhausen und Wolfgang Schuldt) ins Gesicht geschrieben, als Henneliese von Guttenberg (Anke Gelhausen) auftaucht, um den Hof zu kaufen. Will die „Spinatwachtel“, die ihre Hände zur Merkel-Raute formt, doch alle Tiere abschaffen und nur noch vegetarisch produzieren. Da wird auch der sonst eher behäbige Knecht Erich (Andreas Gelhausen) rebellisch: „Kein Schlachtfest mehr, keine Blutwurst, kein Wellfleisch!“

Erfindungsreich spinnen Freunde und Knecht Komplott um Komplott, um die Adelige loszuwerden. Vom spontan angesetzten Schlachttag über die Vogelscheuche auf dem Plumpsklo und die angeblich gebratene Katze  bis hin zum Heiratsantrag für Hennelieses Mieze. Als die alten Tanten Gertrude und Hermine (Elvira Schuldt und Hella Gelhausen) auftauchen, um den Hof für Ihren Neffen Peter (Tobias Bethge)  zu kaufen und sich der stotternde Peter Gräble (Günter Güldenring) unter die Interessenten mischt,  erreicht das für Schwänke typische Chaos seinen Höhepunkt. Peter verliebt sich in Brigitte, Brigitte in Peter. Doch  der soll nach dem Willen der Tanten und mit dem Hof als Mitgift Bischof von Limburg werden.

Dass am Ende alle – das Publikum eingeschlossen – glücklich werden, ist nicht allein Autor Gumbold geschuldet. Die Hurster Truppe unter der Regie von Inge Geisler beweist einmal mehr, dass sie Spaß am Spielen hat und dass sie das auch beherrscht. Das Technikteam, das detailreiche Bühnenbild aus eigener Werkstatt und die perfekte Maske tun ein Übriges. Auch wenn kaum eine Rangfolge auszumachen war, bekamen doch Andreas Gelhausen und Schwägerin Hella zurecht mehrfach einen kleinen Sonderapplaus. In Mimik und Witz sind sie einfach schwer zu überbieten.