26.07.2016
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Hobbybühne Hurst: Hobbybühne Hurst zeigt „Opa es reicht“

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Stephan Propach

Windeck -

Wer möchte nicht auch gern wissen, wie die lieben Verwandten nach dem Ableben über einen reden, wie mit dem Erbe umgehen, und wie sie mit der zurückgebliebenen Ehefrau umgehen. Das Schlitzohr Opa Karl nutzt die Chance. Als er einen Einbrecher überrascht, flüchtet der mit Karls Motorrad, wird bei einem Unfall schwer verletzt wird und landet mit verbundenem Kopf im Krankenhaus. Opa siedelt heimlich in die Scheune um und beobachtet fortan seine Familie, die ihn sterbend in der Klinik wähnt.

Der württembergische Autor Bernd Gombold hat das Stück „Opa es reicht“ geschrieben. Die Hobbybühne Hurst bringt den Schwank im 20. Jahr ihres Bestehens auf die Bühne in der Aula des Rosbacher Schulzentrums. Und die ambitionierten Laienschauspieler beweisen einmal mehr, dass sie es verstehen, die Lachmuskeln ihres Publikums über drei Akte und drei Stunden zu strapazieren.

Da ist Oma Lena, Hella Gelhausen, leicht dement. Mit ihr wollte Opa Karl, „Schorsch“ Gelhausen, zur Goldhochzeit auf Motorrad und Beiwagen nach Italien fahren. Lena weiß als Einzige, dass er in der Scheune haust. Weil sie ihm das Essen bringt, halten die anderen sie für verrückt. Da ist Schwiegertochter Magda, Marion Gelhausen, die Karl für einen Verschwender hält und schon vor dem Ableben Pläne mit dem Erbe macht. Und da ist Paul, Uwe Weiper, der gutmütig und korrekt die Versuche seiner Frau Magda, die Versicherung zu betrügen, nur mit Kopfschütteln hinnimmt.

Für weitere Verwirrung sorgen der zurückhaltende Bestatter Michael, Wolfgang Schuldt, und seine Frau Uschi, Elvira Schuldt. Beide haben den Unfall nahezu unverletzt überstanden und nisten sich als Gäste bei Magda und Paul ein, Uschi – ähnlich wie Magda – vor allem darauf bedacht, möglichst viel Kapital aus der Lage zu schlagen. Als auch noch Magdas Tochter Sylvia schwanger aus Italien zurückkehrt, gefolgt vom Vater ihres ungeborenen Kindes, Thomas, Marcel Engels, ist das Chaos perfekt, zumal noch Versicherungsvertreter und Staubsaugerverkäufer Friedhelm, Werner Gelhausen, auftauscht.

Opa Karl bringt von der Scheune aus ein falsches Testament in Umlauf, in dem er den Familienhof dem Hundefriedhof in Helpenstell vermacht. Er lässt er Versicherungsbriefe folgen, die die Familie scheinbar in den Ruin treiben. Und Thomas macht er zum verheirateten Italiener, dessen Familie aus Italien einzufallen droht.

Spielleiterin Inge Geisler hat es einmal mehr geschafft, ihr Ensemble zu Höchstleistungen zu animieren. Eine turbulent komische Szene jagt die andere und die jeweils 400 Gäste haben ihren Spaß. Abgerundet wird das Stück durch das perfekte Bühnenbild, das einmal mehr die Bühnenbauer der Hobbybühne Hurst selbst gebaut haben. Der Oberen Sieg stehen bis zum 24. März zehn weitere turbulente Aufführungen


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