28.09.2016
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Natursteig Sieg : Bienenlehrpfad am Natursteig eröffnet

Förster Bernd Schütz (l.) erklärt die erste Station. Abseits des Wege müssen große Ameisen an einem Baum gefunden werden.

Förster Bernd Schütz (l.) erklärt die erste Station. Abseits des Wege müssen große Ameisen an einem Baum gefunden werden.

Foto:

Bilder: Stefan Villinger

Eitorf -

Der Natursteig Sieg hat jetzt einen weitere Attraktion: Am Sonntag wurde der neue Bienenlehrpfad am Hüppelröttchen eingeweiht. Er ist noch nicht in den offiziellen Natursteigkarten eingezeichnet, doch bei der nächsten Auflage wird er einen festen Platz haben. Damit steigt die Anzahl der Erlebniswege auf 18.

Melli’s Bienenlehrpfad ist speziell für Kinder konzipiert. Spielerisch sollen die alles rund um die Immen kennen lernen. Elf Infostationen erzählen Kindern und natürlich auch Erwachsenen spannende Fakten und kuriose Details über die fleißigen Honigsammler. So erfährt man zum Beispiel, dass in einer Region in China die Bienen durch Umweltgifte ausgestorben sind. Die Landwirte dort müssen nun auf künstlichem Wege ihre Pflanzen bestäuben. „Ohne Bienen gibt es auch weniger Früchte“, erklärt Revierförster Bernd Schütz den zahlreichen interessierten Zuschauern. Denn das Bestäuben ist eine wichtige Aufgabe im Kreislauf der Natur, das die Bienen ganz nebenbei erledigen.

Ganz neu ist der Lehrpfad allerdings nicht. Er hatte einen Vorgänger, der in den Jahren 1985/86 errichtet wurde. „Doch der alte Weg war eine wenig zu textlastig“, berichtet Bernd Schütz, „darum wurde er neu konzipiert und den Anforderungen der heutigen Zeit angepasst“. Er ist nun interaktiv und den Kindern werden an den einzelnen Station Fragen gestellt, um dann durch den Buchstaben der richtigen Antwort ein Lösungswort zu finden. Je nach Aufenthaltsdauer an den einzelnen Informations- und Erlebnisstationen sollten zwei bis drei Stunden für den 1,5 Kilometer langen Weg eingeplant werden.

Uwe Schölmerich, Leiter des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft, betonte, dass die Imkerei sogar im Forstgesetz eine besondere Erwähnung erfährt, im Staatswald soll sie gefördert werden. Und ein Anliegen war ihm auch ganz besonders wichtig. „Landeseigener Wald gehört uns allen“, erklärte er, „und deshalb soll er auch zur Erholung der Menschen dienen und ihnen den Zugang zur Natur ermöglichen“.

Durch Anschauung und Erleben könne der Entfremdung des Menschen von der Natur begegnet werden. Auch deshalb sei der Bienenlehrpfad ganz besonders wertvoll. Er bedankte sich, wie auch Eitorfs Bürgermeister Rüdiger Storch, beim Bienenzuchtverein und dem NABU für die wertvolle Hilfe beim Aufbau und der Betreuung des Weges.

Walter Jacobs vom NRW-Wirtschaftsministerium wies in seiner Ansprache darauf hin, dass der Siegsteig mit dem jetzt neu eröffneten Bienenlehrpfad „zur ersten Liga der Wanderwege“ in Deutschland gehöre und damit den Tourismus in der Region fördere.