24.07.2016
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"Wahres Minenfeld": „Schlaglochzählen“ in Pleiserhohn

Ein Dorf wehrt sich: Demonstration gegen Schlaglöcher auf der Landstraße 331.

Ein Dorf wehrt sich: Demonstration gegen Schlaglöcher auf der Landstraße 331.

Foto:

Thomas Iskra

Hennef/Königswinter -

Mit einem deutlichen Zeichen haben die Anwohner des Dorfes Pleiserhohn auf eine gefährliche Straßenverkehrssituation aufmerksam gemacht. Zum auf der Landstraße 331 hatte der Nachbarschaftsverein Pleiserhohn-Thelenbitze aufgerufen.

Mit Kreide ummalten Kinder und Anwohner die Schlaglöcher. So entstand Deutschlands wohl buntester Straßenbelag auf einer Länge von fast 1,5 Kilometern – von Hennef nach Königswinter. „Die Straße ist ein einziges Schlagloch“, so der Vereinsvorsitzende Günther Herr. „Darum haben wir überlegt, als Protestaktion ein buntes, aber deutliches Zeichen zu setzten“. Das Problem entstand nach Kanalarbeiten vor 20 Jahren. „Seitdem werden wir vertröstet“, ärgert sich Günter Herr.

Lebensgefährlich für Fußgänger sei es auch, erklärte eine Demonstrantin aus Westerhausen, die mit ihren zwei Kindern den Protestzug begleitete. „Ich lasse meine Kinder nicht alleine über die Straße gehen oder mit dem Fahrrad nach Eisbach fahren“. Da es keinen Fußgängerweg gebe und Radfahrer den Schlaglöchern ausweichen müssten, sei es schon mehrmals zu gefährlichen Situationen gekommen. „Das hier ist ein wahres Minenfeld“. Während der Demonstration dokumentierten die Teilnehmer die Schlaglöcher mit Fotos. Diese sollen nun mit einer Petition an die Landesregierung geschickt werden, so Günther Herr.