26.08.2016
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Earth Hour: Im Dunkeln demonstriert

Die Burg Blankenberg hoch über der Sieg, hell erleuchtet am Samstagabend, kurz vor 20.30 Uhr ...

Die Burg Blankenberg hoch über der Sieg, hell erleuchtet am Samstagabend, kurz vor 20.30 Uhr ...

Foto:

Stephan Propach

Hennef -

Kölner Dom, Brandenburger Tor, Hamburger Rathaus und Burg Blankenberg, diese berühmten Gebäude und bundesweit noch einige tausend mehr standen am Samstagabend ganz plötzlich im Dunkeln. Pünktlich um 20.30 Uhr setzte auch die Stadt Hennef im Rahmen der – natürlich zeitversetzt – weltweit organisierten „Earth Hour“ ein Zeichen für die Energiewende. Und während die Wallfahrtskirche in Bödingen, die Burgruine vor Stadt Blankenberg und das Rathaus im Zentrum eine Stunde kaum zu sehen waren, wurde auf dem Marktplatz gefeiert.

Organisiert hatte das kleine Happening die Grüne Jugend. Die Jung-Politiker hatten bereits im vergangenen Jahr die Initiative ergriffen und per Antrag den Stadtrat zur Teilnahme an der „Earth Hour“ aufgefordert. Ein einstimmiges Votum im Fachausschuss war das Ergebnis. Und nach erfolgreicher Teilnahme im vergangenen Jahr waren die Hennefer erneut dabei.

Herz mit Friedenszeichen

Abgeschaltet wurden von 20.30 bis 21.30 Uhr auch die Straßenlampen auf dem Hennefer Marktplatz. Dort blieb es aber trotzdem hell. Kerzen in zum Teil bunt geschmückten Gläsern, aufgestellt zu einem Herzen mit Friedenszeichen, sorgten für die richtige Atmosphäre. In Decken gehüllt und auf Isomatten lauschten die Besucher der sanften Popmusik des Duos Ingof und melancholischen Songs von Milan Hauke. Die Musiker spielten natürlich auch ohne Strom Dazu gab’s viel heißen Tee und Kekse.
Entstanden ist die Earth Hour (auf Deutsch: „Stunde der Erde“) 2007 aus einer Kampagne des World Wide Fund (WWF) im australischen Sydney: Dort nahmen mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte teil. Im vergangenen Jahr machten 6525 Städte in 150 Ländern mit. Beim siebten Mal sollen es diesmal weltweit übrigens noch mehr gewesen sein.
www.earthhour.wwf.de