30.06.2016
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Kita in Hennef abgebrannt : Wiederaufbau kostet 1,4 Millionen Euro

Der abgebrannte Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde Hennef an der Kurhausstraße wird wieder aufgebaut.

Der abgebrannte Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde Hennef an der Kurhausstraße wird wieder aufgebaut.

Foto:

Heuschötter

Hennef -

Die Entscheidung im Presbyterium fiel einstimmig: Die im Juli 2014 abgebrannte Kindertagesstätte Regenbogen wird wieder aufgebaut. Wie die evangelische Kirchengemeinde Hennef mitteilt, werden 1,4 Millionen Euro investiert, davon eine halbe Million aus eigenen Mitteln.

Geplant ist neben dem Neuaufbau eine Erweiterung um eine Turnhalle und eine Mensa, um die Kinder in Zukunft stärker gruppenübergreifend betreuen zu können.

Die Fertigstellung ist für nächstes Frühjahr geplant

Im Frühjahr 2017 soll alles fertig sein für den Umzug der viergruppigen Einrichtung aus dem Container-Provisorium an der Deichstraße zurück an die Kurhausstraße. „Wir sind sehr dankbar für die Geduld der Erzieherinnen und Eltern“, sagt Kita-Leiterin Carina Moll. „Diese Entscheidung des Presbyteriums macht jetzt Mut, noch durchzuhalten, weil es endlich konkret wird.“

Dem Baubeschluss vorangegangen sind laut Gemeinde monatelange Verhandlungen mit der Allianz-Versicherung. Jetzt habe das Presbyterium zunächst das Angebot einer Schadenssumme über 907 500 Euro zur Kenntnis genommen. Und dann beschlossen, 1,4 Millionen zu invstieren.

„Das war eine mutige Entscheidung des gerade frisch eingeführten Presbyteriums“, stellt Pfarrer Stefan Heinemann fest, der im Pfarrteam für den Kindergarten verantwortlich ist. „In ihrer ersten Sitzung haben die Presbyter die umfassendste finanzielle Entscheidung der letzten zehn Jahren getroffen.“

Ausschlaggebend sei die Überzeugung gewesen, dass die Betreuung im Kindergarten ein wertvoller Bestandteil der kirchlichen Arbeit sei. Der geplante Wiederaufbau ermögliche zudem konzeptionelle Verbesserungen, die der integrativen Tagesstätte eine langfristige Zukunft eröffneten.

Die evangelische Regenbogen-Kita wurde in der Nacht zum 15. Juli 2014 ein Raub der Flammen. 80 Kinder, Eltern und Erzieherinnen waren geschockt von der Brandstiftung. Unter Verdacht stand schnell ein junger Mann (22), der sich schließlich geständig zeigte und im November vergangenen Jahres zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt wurde.


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