31.07.2016
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Linie RE9: Talent bleibt die Schwachstelle

Ein zusätzlich eingesetzter Talent 2-Zug soll auf der Siegtal-Strecke fortan für Entlastung sorgen.

Ein zusätzlich eingesetzter Talent 2-Zug soll auf der Siegtal-Strecke fortan für Entlastung sorgen.

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Bombardier

Es ist eine beachtliche Leistung, dass die regionalen Verkehrsbetriebe außerhalb der turnusmäßigen Fahrplanumstellung auf die aktuellen Engpässe im Rhein-Sieg-Express reagiert haben.

Tatsächlich dürfte der Einsatz eines zweiten Doppelstockwagens dafür sorgen, dass wieder mehr Fahrgäste sitzend zwischen Köln und dem Siegtal pendeln können.

Der bewährte Doppelstockwagen nämlich wird in zweierlei Hinsicht Entlastung bringen: Einmal durch sein eigenes Fassungsvermögen, darüber hinaus aber auch, weil durch die Bereitstellung eines zusätzlichen Zuges künftig mehr Talent2-Triebwagen aneinander gekoppelt werden können, denn deren Anzahl wird beibehalten.

Züge ständig in Werkstatt

Das neue Zugmaterial aber bleibt auch die Schwachstelle des Plans, denn allzu häufig verkehrt der Talent 2 nur theoretisch: Bis zu vier der 15 Triebwagen aus dem Hause Bombardier sollen zuletzt gleichzeitig in den Werkstätten der Deutschen Bahn gestanden haben – mit der Folge, dass der gleichzeitige Einsatz von zwei Triebwagen nicht selten ein frommer Wunsch geblieben ist.

Das bedeutete für viele Fahrgäste, dass sie eng gedrängt auf dem Gang stehen mussten.

Immerhin haben die Betreiber eine Fehlkonstruktion der Triebwagen zwischenzeitlich beseitigt: Fast 300 Abfallbehälter wurden mit neuen Halterungen versehen,so dass sie nun nicht mehr so weit in den Sitzplatzbereich hinein ragen. Das ermöglicht eine bequemere Körperhaltung – zumindest für jene Fahrgäste, die einen Sitzplatz ergattern können.