28.09.2016
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Ginsterweg: Container im Matsch wiedergefunden

Kraut und Rüben am Ginsterweg südöstlich von Niederkassel-Ort: Der Aufsteller will seine Altkleidercontainer demnächst einsammeln.

Kraut und Rüben am Ginsterweg südöstlich von Niederkassel-Ort: Der Aufsteller will seine Altkleidercontainer demnächst einsammeln.

Foto:

Ingrid Bäumer

Niederkassel -

Das Schönste an diesem Platz ist vielleicht noch die mobile Toilette. Sie erstrahlt in neuem Gelb und macht immerhin einen funktionstüchtigen Eindruck. Doch ansonsten kann man diesen Platz im Gewerbegebiet Ginsterweg, südöstlich von Niederkassel-Ort, getrost abhaken: ein Matschloch mit riesigen, tiefen Pfützen. Wild zusammengewürfelt steht eine Gruppe von acht Altkleider-Containern im hinteren Bereich. Einer ist sogar aufgebrochen, die Textilien liegen verstreut auf der Erde, sie sind verschmutzt, durchnässt, unbrauchbar.

Durchnässt und verdreckt

Wem gehören diese Container? Auf die Vorderseite geklebt ist nur eine Mobilnummer. Auf Anruf hebt ein freundlicher Herr von der Firma Spano ab, der sich wundert, von welchem Standort denn die Rede sei. Ginsterweg? Ja, sein Unternehmen habe einige Altkleider-Standorte in Niederkassel und Rheidt, aber dort? Rasch fährt Pasquale Spano zu dem Standort und ruft prompt zurück: Ja, das seien seine Container, die suche er schon seit längerem. „Wissen Sie, wo gebaut wird, werden manche Container einfach weggenommen, irgendwo abgestellt und sind dann für mich verloren.“ Seine Firma habe rund 100 Container-Standorte in der Region Köln/Bonn. Er, Spano, werde diese acht Container in den kommenden Tagen einsammeln und aufarbeiten. Der Niederkasseler Stadtverwaltung ist der Zustand des Platzes unbekannt. „Ich wusste gar nicht, dass da Container stehen“, sagt Beigeordneter Helmut Esch auf Nachfrage.

Was ist da los – hatte es nicht vor wenigen Monaten noch geheißen, die Entsorgergesellschaft des Kreises, RSAG, wolle die Altkleidersammlung vereinheitlichen? „Unsere Zusammenarbeit mit der Stadt läuft sehr gut“, beteuert RSAG-Sprecher Joachim Schölzel im Gespräch mit dem „Rhein-Sieg-Anzeiger“. Auch am Ginsterweg stehe ein solcher Container, aber direkt an der Einfahrt von der Spicher Straße, neben dem Sportplatz – nicht im hinteren Teil. „Unser Stellplatz befindet sich auf öffentlichem Land und ist einer von denen, die uns die Stadt zugewiesen hat“, betont Schölzel. Auf privaten Grundstücken aber könne nun mal jeder, wenn er wolle, Altkleidercontainer aufstellen.

Wie man hört, will die Stadt genau diesen Platz drei heimatlosen Vereinen aus der Stadt (wir berichteten) als Ausweichquartier anbieten. Selbst wenn die Container demnächst weg sind: Matsch, Furchen und Pfützen machen diese Ecke weitgehend unbrauchbar. Da müssten die Vereine wieder viel Arbeit hineinstecken.


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