29.08.2016
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Flugplatz in Sankt Augustin: 17-Jährige mit Segelflieger abgestürzt

Mit einem Kran musste der Segelflieger aus der Baumkrone gehievt werden.

Mit einem Kran musste der Segelflieger aus der Baumkrone gehievt werden.

Foto:

Thomas Iskra

Sankt Augustin -

In Sankt Augustin-Menden ist am Samstagnachmittag ein Segelflugzeug abgestürzt. Kurz vor der Landung auf dem Hangelarer Flugplatz krachte die Maschine in eine größere Baumgruppe. Die 17-jährige Flugschülerin konnte von der Feuerwehr mit Hilfe einer Drehleiter aus der misslichen Lage befreit werden. Sie blieb unverletzt, kam mit einem Schock davon.

Ihr Fluglehrer stand nur wenige hundert Meter entfernt am Flughafen und beobachtete ihren Landeanflug und war nur wenige Minuten später vor Ort und beruhigte sie. Ein Augenzeuge berichtete, dass das junge Mädchen sehr tief anflog, zuerst wohl eine Notlandung auf einem Feldweg versuchte. Da dort aber viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs waren, entschloss sie sich scheinbar, die Maschine in den Baumwipfeln gezielt abstürzen zu lassen.

Dies sei kein unübliches Vorgehen, erklärte vor Ort ein Helfer, der selber segelfliegt. Um die Wirbelsäule bei einem Absturz zu schonen, nutze man in solchen Situationen üblicherweise die federnden Baumwipfel.

Dass die 17-Jährige alleine ohne Fluglehrer in der Maschine saß, ist Teil der Segelflugausbildung. Unbestätigten Informationen war sie kurz vor ihrer Abschlussprüfung.

 Problematisch gestaltete sich aber die Bergung des knapp 300 Kilogramm schweren Fluggerätes in zehn Metern Höhe. Ein Spezialkran musste aus Bonn herbeigerufen werden, der den Flieger ganz vorsichtig aus den Ästen zog. Über die Drehleiter entfernte die Feuerwehr gleichzeitig die Äste, die sich verkeilt hatten.

Für die Bergekosten muss nun die Flugschule aufkommen. Aus welchem Grund das Segelflugzeug abgestürzt ist, ermittelt nun die Flugaufsichtsbehörde Düsseldorf. Mit einem Hubschrauber wurden zudem Luftaufnahmen von der Absturzstelle gemacht.