27.09.2016
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Ehemalige Abtei: Michaelsberg Projekt der ganzen Stadt

Bürger sollen an den Planungen für den Michaelsberg beteiligt werden.

Bürger sollen an den Planungen für den Michaelsberg beteiligt werden.

Foto:

Johannes Schmitz

Siegburg -

Über die Spitze des Berges, die ehemalige Abtei, hat mittlerweile der Kölner Kardinal die Macht. Was aber unterhalb des künftigen Katholisch-Sozialen Institutes (KSI) passiert, das können die Siegburger Bürger selbst in die Hand nehmen.
Der Michaelsberg wird zum Projekt der ganzen Stadt.

In insgesamt vier Bürgerforen will die CDU-geführte Stadtverwaltung mit den Einwohnern darüber beraten, wie die 40 Meter hohe Erhebung künftig aussehen und wie sie genutzt werden soll. Anlass dazu ist nicht nur die neue Funktion der Klosteranlage, die wohl im Jahr 2016 zum KSI umgebaut sein wird. Auch das Fest zum 950-jährigen offiziellen Bestehen der Stadt im Jahr 2014 steht vor der Tür. Und schließlich gibt es Notwendigkeiten, die in der Natur der Sache liegen.

Immer wieder mussten in den vergangenen Jahren Wege gesperrt werden, weil die Stadt nicht mehr für die Sicherheit der Spaziergänger garantieren konnte. Nicht nur das Gestein des Berges macht Sorgen, auch die alten Stützmauern geben immer wieder nach. Auch deshalb, weil der Michaelsberg so stark bewachsen ist wie wohl nie zuvor.

Der natürliche Reichtum soll auch erhalten bleiben, versicherte der Bürgermeister bereits im vergangenen Frühjahr. Doch um eine behutsame Ausdünnung des Baumbestandes wird die Stadt nicht herum kommen. So zumindest ist es der Vorlage zu entnehmen, die die Stadtverwaltung für die kommende Sitzung des Planungsausschusses am Mittwoch, 6. Februar, 18 Uhr, im Rathaus erarbeitet hat.

Darin wird den Politikern ein „dialogorientierter Planungsprozess“ vorgeschlagen. Zunächst sollen die Bürger über den Status quo, also etwa den geologischen Zustand und über das Wegenetz informiert werden. Dann möchte die Verwaltung die Diskussion um ein Leitbild in Gang bringen. Dazu zählen auch schon „mögliche Entwicklungsszenarien“.

Im dritten Schritt werden daraus „konkrete Maßnahmen“ und im vierten das fertige „Integrierte Entwicklungskonzept Michaelsberg“. Zu jedem Abschnitt des Prozesses gibt es ein Bürgerforum. Eine Arbeitsgruppe von Fachingenieuren, die den Berg kennen, soll den Dialog zwischen Verwaltung und Bürgern begleiten.


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