29.09.2016
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Oktopus-Freizeitbad: Kritische Fragen zum Millionenkredit

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Johannes Schmitz

Siegburg -

„Den Kommunen die Folgekosten aufbürden“ – darauf scheint laut der kleinsten Fraktion im Siegburger Rat das Geschäftsmodell der Firma s.a.b. ausgerichtet zu sein. Das Unternehmen hatte das Oktopus-Freizeitbad umgebaut und einige Jahre betrieben. Seit Januar hat die Stadt den Betrieb wieder übernommen.

Für s.a.b. rechnete es sich nicht mehr. Margret-Werner (früher FDP) und Michael Otter (Linke) wollen jetzt wissen, wo die 20 Millionen Euro verbaut worden sind, die s.a.b. von den Banken erhalten hat und für die die Stadt bürgte. Mit der Übernahme des Bades zahlt die Stadt den Kredit selber ab.

Im Gegensatz zu Bürgermeister Franz Huhn (CDU) und zur SPD, die beide finden, dass das Bad in einem guten Zustand sei, sieht die Fraktion von Werner und Otter Grund zur Kritik. Es sei verwunderlich, dass keine Betriebsdaten, etwa über den Energieverbrauch vorlägen. Auch Werner und Otter haben einen „insgesamt positiven Eindruck“, monieren aber „eine Anzahl verrosteter Pumpen, bereits angerostete neue Rohrleitungen und Wasseraustritte im Schwimmbadunterbereich“.

Die Fraktion misstraue der Geschäftspraxis von s.a.b. grundsätzlich. „Dem s.a.b.-Geflecht mit Aufstieg und Fall – keines der Private-Public-Partnership-Modelle hat funktioniert – auf die Spur zu kommen“, dient jetzt eine Anfrage der beiden im Stadtrat. (js)


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