27.09.2016
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Silvester: Kräftig böllern – aber sicher

Für viele gehört ein Feuerwehr an Silvester dazu. Symbolbild

Für viele gehört ein Feuerwehr an Silvester dazu. Symbolbild

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Thomas Iskra

Rhein-Sieg-Kreis -

Vom 28. Freitag bis zum 31. Dezember – und nur in dieser Zeit – ist der Verkauf von Knallern und Raketen erlaubt. Doch die Faszination am Feuerwerk ist immer riesengroß. Bereits um Mitternacht hatten sich in der vergangenen Nacht an der Bogestraße in Eitorf rund 60 Menschen vor den Toren von Weco eingefunden, um sich beim späteren Sonderverkauf einzudecken.

Dort ist sicher gewährleistet, zu was die Verbraucherzentrale rät: Nur zugelassene Ware kaufen, die von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (oder einer vergleichbaren europäischen Behörde) geprüft worden ist. Außerdem warnen die Verbraucherschützer: „Wer sich fahrlässig verhält oder gegen bestehende Gesetze verstößt, muss in der Regel für den Schaden haften.“

Für die Feuerwehren ist Silvester die arbeitsreichste Nacht im Jahr. Meist ist unachtsamer Umgang mit Feuerwerkskörpern die Ursache für Brände. Vor allem Balkone, die mit Möbeln oder Gerümpel vollgestellt sind, werden leicht zur meist ungewollten Zielscheibe für „Böllerei“ mit schwerwiegenden Folgen. Die Rettungsdienste berichten von abgerissenen Fingern, Gehörschäden und Verbrennungen. Nicht zuletzt sind es illegal eingeführte oder selbst hergestellte Knallkörper, die zur besonderen Gefahr werden.

Anleitung genau befolgen

Der Kreisfeuerwehrverband gibt deshalb Tipps für eine möglichst sichere Silvesterfeier – mit Feuerwerk. Raketen und Knaller sind Sprengstoff und gehören eindeutig nicht in die Hände von Kindern, Jugendlichen und Angetrunkenen. Wichtig ist es, die Gebrauchsanweisung aufmerksam zu lesen. Nur wenige Feuerwerkskörper dürfen in geschlossenen Räumen gezündet werden. Ein ausreichender Sicherheitsabstand ist einzuhalten, niemals Kracher blindlings wegwerfen oder damit auf Menschen zielen. Geht ein Feuerwerk aus, darf es nicht wieder angesteckt werden. Es sollte mit Wasser unbrauchbar gemacht werden. Raketen werden ausschließlich senkrecht abgefeuert, ein sicherer Standplatz ist zum Beispiel eine leere Flasche in einem Kasten. Von der Herstellung eigener Feuerwerkskörper rät die Feuerwehr dringend ab. Zudem sollten die Knaller so aufbewahrt werden, dass sie sich nicht selbst entzünden können. Und sie sollten niemals am Körper, in Hosen- oder Jackentaschen, getragen werden.

Wer das Feuerwerk abbrennt, bekommt schon mal Funken ab, deshalb sind synthetische Textilien weniger gut geeignet. Sie können schneller in Brand geraten als Naturfasern, Baumwolle zum Beispiel. Erwachsene sollten auch auf Kinder achten, unter Siebenjährige haften nicht für Schäden, die sie anrichten, wohl aber die Eltern. Es sei denn, sie haben ihre Aufsichtspflicht beim Zündeln mit Krachern und Raketen verletzt, dann greift die Familien-Haftpflichtversicherung, erklärt die Verbraucherschutzzentrale NRW.

Wenn es denn brennt, ist der schnelle Anruf beim Notruf 112 die effektivste Hilfe. Dennoch sollten ein Eimer Wasser oder ein Feuerlöscher immer bereit stehen.


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