25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Alte Luftaufnahmen: Bombenverdacht mitten auf einer Troisdorfer Kreuzung
25. February 2016
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Alte Luftaufnahmen: Bombenverdacht mitten auf einer Troisdorfer Kreuzung

Kreuzung Stadthalle Troisdorf
Foto:

Andreas Helfer

Troisdorf -

Zu Kriegszeiten hatten es die alliierten Bomberpiloten ganz besonders auf das Werksgelände der Dynamit Nobel abgesehen, die Folgen sind heute noch spürbar: Unter der Kreuzung von Kölner und Sieglarer Straße könnten, wie an vielen anderen Stellen in der Stadt, Blindgänger schlummern.


Diesen Verdacht legen alte Luftaufnahmen  nahe, die die  Bezirksregierung Düsseldorf auswertet, um bei  Tiefbauarbeiten Gefahren durch Blindgänger auszuschließen. An der Kreuzung wurde das nötig: Das Umfeld der Stadtverwaltung wird neu gestaltet, die Kölner Straße verkehrsberuhigt und ein neuer Rathausplatz angelegt.

Und vor allem verlegt der  Abwasserbetrieb neue Leitungen in der Tiefe.  
Mitten auf der Kreuzung und  wenige Meter weiter Richtung Rathaus finden sich unter der Fahrbahn der Kölner Straße zwei verdächtige Punkte, die der Kampfmittelräumdienst in den kommenden Wochen untersuchen muss: Dazu müssen in einem  Radius von sechs Metern um die beiden Punkte Leitungen freigelegt werden, anschließend finden Sondierungsbohrungen statt. In die Bohrlöcher  werden Sonden eingeführt, die anhand geomagnetischer Wellen feststellen können, ob sich größere Metallkörper in der Nähe befinden.

Je nach Ergebnis kann Entwarnung gegeben  oder ein Sprengkörper für Entschärfung oder Sprengung ausgegraben werden. Der Technische Beigeordnete  Helmut Wiesner betont, dass  es sich vorerst lediglich um  einen Verdacht handele. Die Verwaltung versuche,    den Ablauf der Untersuchungen so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Bis Ende März sei die Bahnunterführung der Sieglarer Straße  für Bauarbeiten gesperrt, so dass man versuche, die Untersuchung an der Kreuzung in diesem Zeitraum zu erledigen. Anschließend könne der Abwasserbetrieb  mit den Arbeiten an neuen Leitungen beginnen und auch  der neue Rathausplatz umgehend gebaut werden. „Das wäre der Idealfall“, so Wiesner. Wann genau der Kampfmittelräumdienst die Arbeit aufnehmen könne, stehe aber noch nicht fest. Auch nicht,  wer für die Kosten aufkommen muss: Noch  sei der fragliche Abschnitt der Kölner Straße als Bundesstraße und nicht als Kommunalstraße ausgewiesen.