27.09.2016
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Fußgängerzone: SPD will Platanen erhalten

Sind die Tage der Platanen in der Troisdorfer Fußgängerzone gezählt?

Sind die Tage der Platanen in der Troisdorfer Fußgängerzone gezählt?

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Andreas Helfer

Troisdorf -

Auf die sprichwörtliche Palme bringt SPD-Ortsvereinschef Jürgen Weller der Vorschlag der von der Stadt beauftragten Planer, die großen Platanen in der Fußgängerzone fast vollständig zu beseitigen: „Das wollen wir definitiv nicht“, betont Weller in einer Pressemitteilung.

Das Konzept für die Neugestaltung und Sanierung der Kölner Straße verlange mehr Kreativität und vor allem die intensive Beteiligung der Bürger. Das Konzept, so der Sozialdemokrat, dürfe nicht hinter verschlossenen Türen „ausgebrütet“ werden.
Die SPD-Fraktion im Stadtrat sei bereit, in den kommenden Jahren „nennenswerte Finanzmittel“ bereitzustellen, damit das in 30 Jahren verschlissene Pflaster saniert werden kann. Außer den „schönen Bäumen“ sollen auch die künstlerischen Elemente erhalten bleiben, da ist sich die SPD mit den Architekten einig.

Gezielt möchte die SPD den Aufenthalt von Kindern und Senioren in der Fußgängerzone fördern. Das heißt nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden Uwe Göllner nicht nur, dass gefährliche Stolperfallen beseitigt werden müssen: „Wir wollen auch die Benutzer von Rollatoren und Elektro-Rollstühlen in den Blick nehmen.“ Kein Verständnis, so Weller, habe die SPD auch für „den sehr überraschenden Anti-Kinder-Trend“, der aus dem Gewinnerentwurf des Architekten-Wettbewerbs spreche. „Das sehen wir genau gegensätzlich: Wir wünschen uns in der Fußgängerzone viele fröhliche und spielende Kinder“, die Neugestaltung müsse dazu gute Ideen bringen statt Kinder verdrängen zu wollen. Deshalb soll auch der beliebte Wasserlauf am Fischerplatz erhalten bleiben.

Die Genossen bringen weitere Vorschläge in die Debatte ein: Großschirme auf den Plätzen, Ladestationen für E-Bikes und ein Shuttle („Bimmelbahn“) zwischen den markanten „Stadttoren“ von Bonato und Bandau. Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski (CDU) sei jetzt gefordert, die Öffentlichkeit zu beteiligen.


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