25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Troisdorf im Lisicki-Fieber: Feiern nach dem ersten Schock
07. July 2013
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Troisdorf im Lisicki-Fieber: Feiern nach dem ersten Schock

Gebannt haben die Fans von Sabine Lisicki im Clubhaus des TC Rot-Weiß Troisdorf am Samstag das Wimbledon-Finale verfolgt.

Gebannt haben die Fans von Sabine Lisicki im Clubhaus des TC Rot-Weiß Troisdorf am Samstag das Wimbledon-Finale verfolgt.

Foto:

Thomas Iskra

Troisdorf -

Gebannt starren die Zuschauer auf die große Leinwand, die im Tennisclub Rot-Weiß Troisdorf aufgebaut war. Niemand redet mehr. Sabine Lisicki holt aus und schlägt ihren letzten Ball ins Aus.

Ein Raunen geht durch den Saal, einige Zuschauer verdecken mit den Händen ihre enttäuschten Gesichter. Aus ist der Traum, dass das Troisdorfer Mädchen das Wimbledon-Finale gewinnt.

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Zu Beginn des Spiels war die Stimmung natürlich noch eine ganz andere. Jeder erfolgreiche Ballwechsel der ehemaligen Troisdorferin wurde von den Fans euphorisch beklatscht. Anfeuerungsrufe schallten durch den Tennisclub. 80 Sitzplätze hat Vereinsvorsitzender Uwe Maas zur Verfügung gestellt.

Das reichte aber nicht aus. Mehr als 100 Fans waren gekommen um Lisicki bei ihrem großem Spiel anzufeuern. Dicht gedrängt standen die Zuschauer sogar auf der Terrasse und versuchten durch Fenster und Türen einen kleinen Blick auf die Leinwand erhaschen zu können.

„Ihre Nerven gehen mit ihr durch“

Draußen vor dem Vereinsheim hatten sich schon gegen Mittag mehrere Live-Übertragungswagen die besten Plätze gesichert.

Gleich fünf TV-Sender und zehn Zeitungen hatten ihre Teams nach Troisdorf geschickt, um von dem Event zu berichten.

Schon nach dem glatt mit 1:6 verlorenen ersten Satz machte sich aber die Ernüchterung breit. „Ihre Nerven gehen mit ihr durch“, hörte man von mehreren Zuschauern immer wieder.

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Von Minuten zu Minute wurde es ruhiger beim Public Viewing. Dennoch hofften alle, dass Sabine Lisicki das Ruder noch irgendwie rumreißen würde.

Leider ohne Erfolg. Gefeiert wurde nach dem ersten Schock dann aber trotzdem noch. „Stolz sind wir trotzdem auf Sabine“, so Uwe Maas