30.07.2016
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Zusätzliche Züge: Mehr Kapazität auf der Siegtalstrecke

Ein zusätzlich eingesetzter Talent 2-Zug soll auf der Siegtal-Strecke fortan für Entlastung sorgen.

Ein zusätzlich eingesetzter Talent 2-Zug soll auf der Siegtal-Strecke fortan für Entlastung sorgen.

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Bombardier

Rhein-Sieg-Kreis -

Die Fahrgastkapazitäten im Rhein-Sieg-Express (RSX) werden mit sofortiger Wirkung erhöht. Wie die Deutsche Bahn AG am Montag mitteilte, hat die Konzerntochter DB Regio gemeinsam mit dem Nahverkehr Rheinland (NVR) ein Konzept erarbeitet, das für Entlastung sorgen soll.

Hierdurch stehen auf der Strecke Aachen-Köln-Siegen täglich 2600 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung.

600 000 zusätzliche Plätze jährlich

Fester Bestandteil der hier eingesetzten Flotte ist ab sofort ein zweiter Doppelstockzug mit fünf Wagen, der nach Angaben der beiden Unternehmen bislang nur „nach Bedarf“ eingesetzt wurde. Der Zug hat ein Fassungsvermögen von rund 1000 Passagieren und bedient die Strecke des Regionalexpress 9 (RE9) fortan vier Mal täglich.

Darüber hinaus bleiben auch die 15 Züge der Baureihe Talent 2 im Einsatz. Deren Verwendung soll dahingehend optimiert werden, dass künftig mehr Züge mit zwei aneinander gekoppelten Triebwagen verkehren. Die vier- und fünfteiligen Varianten sollen dabei deutlich häufiger zum Einsatz kommen als die dreiteiligen.

Insgesamt stehen den Reisenden laut Bahn durch die außerplanmäßigen Änderungen 600 000 zusätzliche Plätze pro Jahr zur Verfügung. Peter Alsbach, Leiter des Verkehrsbetriebes Rheinland von DB Regio NRW, kommentiert die Umstellung wie folgt: „Mit diesen Maßnahmen kommen wir dem steigenden Mobilitätsbedürfnis in der Region nach und steigern die Attraktivität des RSX spürbar.“

Grundlage für die Umstellung sind Fahrgastzählungen, die der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) im Dezember 2012 von einem externen Dienstleister hatte durchführen lassen. Der VRS bestellt gemeinsam mit den Aachener Verkehrsverbund (AVV) bei der DB Regio die Züge für die Siegtalstrecke, hierzu betreiben beide gemeinsam den NVR.

Dessen Geschäftsführer Heiko Sedlaczek erklärte, dass es durch die Umlaufoptimierung und dem nunmehr fest im Fahrplan verankerten zweiten Doppelstockzug zu einer deutlichen Kapazitätsausweitung komme. Dennoch aber könne es bei einer hochfrequentierten Linie wie dem RE 9 in der Hauptverkehrszeit weiterhin zu Sitzplatzengpässen kommen.