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Schweinepest: Wildschweine gehen auf den Keks

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Wildschweine
In keksförmigen Happen sind die Impfköder untergebracht, die seit Freitag im Bergischen Land und im weiteren Umkreis an speziellen Impfplätzen vergraben werden. (Bild: Neumann)
Bergisch Gladbach

Die ursprünglich im Bergischen Land ausgebrochene Tierseuche zwingt die Behörden zu einer immer härteren Gangart. Am Freitag startete die größte Impfaktion für Wildschweine der letzten Jahre. Gleichzeitig wurde der gefährdete Bezirk erheblich ausgeweitet. Da mittlerweile auch im Westerwald infizierte Tiere gefunden wurden, gelten ab sofort für eine Fläche von fast 3200 Quadratkilometern strenge Auflagen. Betroffen sind die Kreise Rhein-Berg, Rhein-Sieg und Oberberg, die rechtsrheinischen Gebiete von Köln und Bonn sowie Teile von Remscheid, des Märkischen Kreises sowie der Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein. In Rheinland-Pfalz werden die Kreise Altenkirchen und Neuwied erfasst. In diesem Gebiet gelten strenge Hygiene- und Schlachtauflagen für Schweinezüchter. Außerdem soll der Wildschweinebestand durch Bejagung ausgedünnt werden. Denn bisher grassiert die Schweinepest offenbar nur bei Schwarzwild. Ein Übergreifen auf die 140 000 Hausschweine in der Region hätte unabschätzbare finanzielle Folgen.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW und das Kreisveterinäramt in Bergisch Gladbach informierten am Freitag über die neuen Aktionen. Zur gleichen Zeit begann die Ausgabe der Impfköder an die Jägerschaft. Im gefährdeten Bezirk sollen nun 2520 Impfplätze eingerichtet werden. Man rechnet mit 40 Ködern pro Platz. Der eigentliche Impfstoff befindet sich in keksförmigen Happen, die im Wald leicht in die Erde eingegraben werden, weil Wildschweine gerne wühlen. Die Köder sind ungefährlich für andere Tierarten und den Menschen. Die Impfung wird nach vier Wochen wiederholt.

Zudem sollen die Jäger in der Region weiterhin auf Wildschweinjagd gehen. Die Vorgabe lautet: Den Bestand so reduzieren, dass noch zwei Tiere pro 100 Hektar überleben. Das bedeutet in etwa eine Halbierung des Schwarzwild-Bestandes. Im gesamten Bezirk werden Sammelstellen für erlegte Tiere eingerichtet. Bisher ist das Virus bei 25 Schweinen nachgewiesen worden. Es ist derart robust, dass es selbst in gefrorenem Fleisch vier Jahre überleben kann. Menschen kann es nicht infizieren.

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