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Stadtentwicklung: Ein Konzept gegen den Stillstand

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Rathaus Niederkassel
Das Rathaus soll Kristallisationspunkt der Modernisierung werden. Blick auf die Ecke Hauptstraße/Spicher Straße aus Richtung Rheidt. (Bild: pr)
Niederkassel

Der Bäcker hat dichtgemacht, der Frisör und das Zoofachgeschäft auch. Leerstand reiht sich an Leerstand: Die Hauptstraße in Niederkassel-Ort, Ecke Spicher Straße, bietet nicht gerade ein Bild blühenden Wirtschaftslebens. Nur ein Schreibwarenhandel, eine Drogeriefiliale und eine Krankengymnastikpraxis halten sich in den kleinteiligen Geschäftsräumen. Dabei gehört diese Ecke zum Zentrum, wenige Meter weiter liegen Marktplatz und Rathaus. Eigentlich eine 1A-Lage.

Seit Jahren werden von Verwaltung und Politik Sanierungspläne erwogen, die sich dann regelmäßig als unpraktikabel erweisen: Das Bauhof-Gelände will der Eigentümer bekanntlich nicht verkaufen, beim Grundstück hinter der Raiffeisenbank spielen die Mitglieder der Eigentümergemeinschaft nicht mit. Auch von substanziellen Fortschritten des Vorhabens, an der Ecke Hauptstraße/Spicher Straße einen großen Lebensmittel-Einzelhandel einzuquartieren, hat man lange nichts mehr gehört.

"Schon seit Jahren haben wir Stillstand - hier muss sich dringend etwas ändern", findet Ingrid Miesen, Eigentümerin des Modehauses Miesen an der Hauptstraße. Damit steht sie nicht allein.

Vor knapp einem Jahr hat eine Investorengruppe aus dem Ort eine neue Idee ins Spiel gebracht: Statt den Platz nur für einen großen Lebensmittelmarkt zu nutzen, könnte dort eine Kombination aus Rathaus und Nahversorger entstehen. Bereits mehrmals sei man mit dem Vorschlag bei der Verwaltungsspitze vorstellig geworden, heißt es von den Initiatoren. Auch den Fraktionen habe man ihn präsentiert und Zustimmung erhalten. Doch die Verwaltung nehme die Sache wohl nicht richtig ernst, bedauert Roland Pioch von der Initiatorengruppe, die auch für die "Neue Mitte" Ranzel verantwortlich zeichnet. "Es hieß, wir sollen vergleichbare Zahlen nachreichen." Das sei mehrfach geschehen, doch zuletzt habe es geheißen "das ist uns zu teuer" - ohne weitere Begründung.

"Auf den ersten Blick sieht es vielleicht teurer aus", räumt Pioch ein. Aber man müsse bedenken, dass der Ort nicht nur einen Rathaus-Neubau plus Tiefgarage erhalte. "Wenn die Stadt diesen Schritt wagt, schafft sie einen Kristallisationspunkt für die Modernisierung der Innenstadt", sagt Volkmar Miebach, vom Heinsberger Bauunternehmen Frauenrath. Der Ingenieur hat das Konzept für die Initiatoren miterarbeitet.

Pioch macht eine Vergleichsrechnung auf: Auf 50 Jahre gesehen - denn über diesen Zeitraum wolle die Stadt ihren Rathaus-Anbau finanzieren - koste der Neubau jährlich nur 170 000 Euro mehr.

"Wir machen diesen Vorschlag nicht aus eigenem Gewinn-Interesse, sondern um neue Impulse im Ortskern zu setzen", beteuert Pioch. Die Stadt könne den Plan auch gerne übernehmen und in Eigenregie durchführen - "Hauptsache, es tut sich was!"

Vor einigen Tagen hat der Bauausschuss allerdings schon grünes Licht für die Architektenplanung des Rathaus-Anbaus gegeben - ohne öffentlich über den Alternativ-Vorschlag zu beraten.

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