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Von Opladen in die Welt des Schauspiels

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BILD: JUNGES THEATER
Dominik Breuer mit Diana Eichhorn (die heute bei Vox moderiert).

Erwünschter Aderlass: Seit zehn Jahren ist das Junge Theater die Talentschmiede für den Schauspielnachwuchs.

Beim Theater ist es ja so: Der Star ist immer das Ensemble. Das ist auch beim Jungen Theater Leverkusen nicht anders. Und doch wurde dieser ungeschriebene Grundsatz kürzlich wieder einmal für ein paar Minuten über den Haufen geworfen: Als die Truppe vor ihrem Theaterhaus an der Wiembachallee zehnjähriges Bestehen feierte, stand auf einmal Mirka Pigulla im Mittelpunkt. Die 23-Jährige hatte tags zuvor nämlich den Sprung an eine professionelle Schauspielschule (Hannover) geschafft - und das musste gefeiert werden.

BILD: JUNGES THEATER
Mirka Pigulla

Mit einem lachendem, aber auch einem weinenden Auge, denn nicht zum ersten Mal verliert das Haus eines seiner Mitglieder ans große Schauspiel. Ganz im Gegenteil: Das Junge Theater hat sich seit seiner Gründung im Jahre 1998 zu einer wahren Talentschmiede entwickelt. Mirka Pigulla ist dabei nur die bislang Letzte in einer ganzen Reihe von ehemaligen Mitgliedern, die heute quer durchs Land verteilt in Sachen Schauspiel tätig sind. Bestes Beispiel ist Dominik Breuer. Er war Teil der Gründungstruppe und stand 1998 bei der Premiere des allerersten Stückes „Leonce und Lena“ auf der Bühne der Opladener Festhalle. Über den Umweg Remscheid (Westdeutsches Tourneetheater) verschlug es ihn 2003 nach Dresden und 2006 nach Hamburg.

Mittlerweile ist der 29-Jährige am Stadttheater Bremerhaven in Shakespeares „Sommernachtstraum“, Dürrenmatts „Die Physiker“ und dem an Lars von Triers Film angelehnten Stück „Dogville“ zu sehen. Breuer betont zwar: „Die Herzlichkeit und familiäre Atmosphäre in Leverkusen vermisse ich an den großen Häusern.“ Daher sei es immer wieder schön, nach Opladen zurückzukehren und den Ort zu besuchen, wo für ihn alles begann. Aber: Er hat - nach einem parallel zum Engagement an der Wiembachallee laufenden Studium an der Schauspielschule Bochum - seinen Traum verwirklicht. Das ist es, was zählt. „Und genau das ist ja auch der Grund, warum es das Junge Theater gibt“, sagt Marion Bryx. Sie war es, die das Theater vor zehn Jahren unter anderen gemeinsam mit dem mittlerweile verstorbenen Bernd Vossen gründete. „Unsere Maßgabe ist es seit jeher, talentierte Darsteller auf die Aufnahmeprüfungen an professionellen Schauspielschulen vorzubereiten.“ Dafür werde schließlich hart und lang gearbeitet - und zwar nicht nur im allgemeinen Schauspielunterricht, der regelmäßig stattfindet. „Gerade wenn es auf die Premiere eines Stückes zugeht, sitzen unsere Schauspieler mehrmals unter der Woche und an Wochenenden bis in die Nacht hinein zusammen - solange, bis alles klappt.“ Die Teilnahme an Kursen oder gemeinsamen Unternehmungen sei zwar freiwillig. „Aber es ist doch klar: Mitmachen ist sehr gerne gesehen und erwünscht.“

BILD: JUNGES THEATER
Eric Rentmeister in „Cabaret“.

Auch die eingangs erwähnte Mirka Pigulla hat nach eigener Aussage immer sehr gerne mitgemacht: „Es war einfach toll, hier vier Jahre lang in einer Truppe zu sein, in der alle das gleiche wollen, alle das gleiche Ziel und den gleichen Traum haben - Schauspieler zu werden.“ Dem Jungen Theater habe sie letztlich nicht weniger als „alles“ zu verdanken.

Derlei Worte sind die größtmögliche Bestätigung für Bryx und ihre künstlerisch leitenden Kolleginnen Petra Clemens und Claudia Sowa. Bryx betont, dass mittlerweile schon dermaßen viele Mädchen und Jungen „nach oben“ vermittelt (und sicherlich tränenreich verabschiedet) worden seien, dass sie selber mit dem Zählen gar nicht mehr nachkomme.

Einer von den „Verflossenen“ neben Breuer ist Eric Rentmeister, der zuletzt in Stücken wie „Nathan“, „Cabaret“ oder „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ auf der Bühne stand - unter anderem in Gelsenkirchen und Hamburg. Mittlerweile kehrte Rentmeister sogar als Regisseur ans Junge Theater zurück: Derzeit wird am Haus seine Inszenierung des „Woyzeck“ gespielt.

Lange Liste

Andere Namen in der Liste der bekannt gewordenen Ehemaligen sind Serkan Kaya, Katharina Lorenz, Kristina Otten, René Schwittay oder Daniel Thierjung. Kaya spielte den „Galileo“ in „We Will Rock You“ (Zürich) und den „Judas“ in „Jesus Christ Superstar“ (Essen). Lorenz studierte an der Otto-Falkenberg-Schule in München, spielte an den Münchner Kammerspielen „Was ihr wollt“ von Shakespeare, bekam Engagements in Hannover oder am Deutschen Theater Berlin - und sie wirkte in Kino- und TV-Filmen wie „Keine Lieder über Liebe“, „Drei Schwestern“ oder „Du gehörst mir“ (ZDF) mit. Otten spielte in Leipzig, Chemnitz, Bonn und Nordhausen. Schwittay ist Mitglied des Ensembles am Schauspiel Magdeburg. Thierjung hat ein Engagement an der Elisabethbühne in Salzburg. Eine lange, lange nicht vollständige Liste, die kurzum eines ausdrückt: Das Junge Theater mag sich zwar „jung“ nennen. Aber es ist die perfekte Geburtsstätte für „alte Schauspielhasen“.

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