28.07.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Was verzichtbar ist: Apokalypse macht reinen Tisch

Die Welt geht unter, vielleicht.

Die Welt geht unter, vielleicht.

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Köln -

Hinsichtlich der Apokalypse sind wir optimistisch. John Cusack hat das ganze Theater im Film "2012" schließlich auch überlebt.

Doch was kommt danach? Wird unsere Welt eine ganz andere sein? Werden wir wieder in Höhlen leben und unser Essen selbst jagen? Die "Junge Zeiten"-Autoren haben gesammelt, was sie ungerne missen wollen und was dem Weltuntergang getrost zum Opfer fallen kann.

Was nicht verschwinden darf

Temple Run

Für mich ist „Temple Run“ die App schlechthin. Das kleine Männchen, das im Dschungel alle Barrieren überspringt, von schrecklichen Monstern verfolgt wird und immer wieder Stärke beweist, ist nicht nur Vorbild, sondern vor allem Mittel zum Ablenken. Die Welt ist hinüber, wir wissen nicht, wohin mit und selbst, und wir können uns nicht einmal mit diesem Spiel ablenken? Die absolute Horrorvorstellung. (cöm)

Döner

Es ist ein so einfaches Gericht. Man bekommt es überall, und trotzdem ist es wohl die genialste Erfindung, die die Menschheit zustande gebracht hat. Ob mit Hähnchen oder Lamm, nach harten Unitagen oder wenn man nachts vom Feiern kommt: Der Döner ist der ultimative Hunger-Killer. Kaum zu glauben, dass ich heute meinen letzten Döner essen könnte. Aber einen schöneren Abgang kann ich mir kaum vorstellen. (nam)

Lakritze

Nun gut, falls die Welt tatsächlich untergehen sollte, kann mir auch eine Packung Lakritze nicht weiterhelfen. Mein Hamstervorrat an Lakritzstangen und -schnecken verkümmert dann ungegessen in der Ecke – falls es noch Ecken gibt. Bei dem Gedanken kriege ich wirklich Panik. Gut, dass ich noch eine Nacht vor dem Weltuntergang habe, um mich meinem Vorrat zu widmen. (egü)

Johnny Depp

Er glänzte in so vielen Filmen. Angefangen mit „Sleepy Hollow“ über „Das geheime Fenster“ bis hin zu „Fluch der Karibik“. Johnny Depp: etwas verrucht, aber dennoch ein unglaublicher Frauenschwarm. Wenn ich daran denke, dass ich nie wieder Johnny Depp in seinen Filmen bewundern kann, wird mir ganz anders. Ein Universum ohne ihn: Das sollte sich Frau nicht vorstellen müssen. (nam)

Schule

Schade ist es um die Schule und die Lehrer. Ja, richtig gelesen. Die, die uns ständig vorwerfen, wir würden nichts für unsere Zukunft tun. Und die nervenden Schüler, die rücksichtslos durchs Treppenhaus rennen und jeden anrempeln. Sogar um die Toiletten, auf denen es nie ausreichend Papier gibt, ist es schade. Warum ich es vermissen würde? Weil es auf der Welt keinen vergleichbaren Ort gibt. (mad)

Kölsch

Isch bin e kölsch Mädche un lieve de kölsche Reddesaat un Mentalität. Wie jeder, dä hee jebore un opgewahße ess, jehört Kölsch enfach noh Kölle. Dat weed enem ooch flöck bewusst, ess man ens för e paar Dag nid em jelievte Kölle. De kölsche Levvesaat un Joodmütigkeit rieß ene enfach met. Ess man ens nid jood jelaunt säät man sich janz enfach: Ed ess doch em mer jood jegange. (cöm)

Mario Balotelli

„Ich bin frei, ein bisschen anders, ich könnte Pan sein. Aber ich bin erwachsener als Peter Pan.“ Der letzten Teil dieses philosophischen Höhenflugs Mario Balotellis darf angezweifelt werden. Während Mario sein Unwesen im geistigen Neverland treibt, kehren wir regelmäßig als Zeugen seiner Anekdoten mit einem Lächeln zurück in den regulierten Alltag. In Zeiten von Verboten der Verbote ist Mario unser heimlicher Freiheitskämpfer. Vielleicht überlebt Neverland den Weltuntergang. Dann wird sich herausstellen, dass er uns Mario nur zum Narren gehalten hat. Zum Glück hat es keiner gemerkt. (bal)

Was niemand braucht

Einparken

Einparken ist eines der Dinge, die ich im Falle des Überlebens nicht vermissen würde. Ohne das Einparken und das ständige Korrigieren des Autos hätte ich täglich eine Stunde mehr Zeit für Sinnvolles. Außerdem würden die Genick-schmerzen, die ich von den Verrenkungen beim Manövrieren erhalte, wegfallen. Mit Einparken verbinde ich nur Stress, Aufwand und die Hoffnung, die anderen Autos nicht zu beschädigen. (lim)

Käse

Wenn das Universum auf ein Lebensmittel verzichten kann, dann ist es Käse. Genau gesagt der Käse, der als Aufschnitt oder Nachspeise gedacht ist. Es gibt nichts Schlimmeres als der stinkende Geruch, der einem entgegenkommt, wenn man den Kühlschrank öffnet und dort ein Käse nicht gut verpackt worden ist. Oder wenn der Käse dann auf dem Tisch serviert ist und der Geruch einem jeglichen Appetit raubt. Pfui. (lim)

Small Talk

Zu den Dingen, die der Welt ruhig abhandenkommen können, gehören Small Talks. Besonders die mit Hunde-Mamis, die in mir eine Gleichgesinnte erkennen wollen. Nichtsahnend gehe ich mit meinem Hund auf die Wiese, da werde ich hinterrücks angequatscht. Ob mein Kleiner auch so störrisch sei wie der Fifi der Fremden. Es bleibt nur zu nicken und zu hoffen, dass ihr die Puste ausgeht oder eben die Apokalypse einsetzt. (egü)

Kalte Füße

Sie sind ein Mysterium. Man hat es sich im Bett gerade richtig bequem gemacht, die Decke ist über den Kopf gezogen, und alle Gliedmaßen erreichen langsam, aber sicher ihre Mindesttemperatur. Das Einzige, was dann hilft, ist Ruhe bewahren, sich nicht aufregen und sich warme Gedanken machen. Und wenn man die Kraft noch aufbringen kann, in der Küche ein Wärmekissen aufheizen. Ob mir die Apokalypse da helfen kann? (cöm)

KVB-Linie 9

Jeden Morgen das Gleiche. Ich stehe an der Haltestelle, die Augen wollen immer wieder zu fallen. Ich will nur noch in der Straßenbahn sitzen und weiter dösen. Doch die Linie 9 ist jeden Tag so überfüllt, dass ich Glück habe, wenn ich überhaupt rein passe, statt weitere zehn Minuten in der Kälte warten zu müssen. Eine Welt ohne KVB? Ein besserer Ort. (nam)

Uggs

Hässlich, klobig und ein Garant für ein schludriges Erscheinungsbild: Selbst Models sehen in Uggs aus wie Trampel. Aber sie sind ja soooo bequem. Ach, ja? Seit wann interessiert es Frauen, dass Schuhe bequem sind ? Die Menschheit braucht keine 200-Euro-Pantoffeln, die auf der Straße getragen werden. Einer muss gehen: Straße oder Pantoffel. (cöm)

Musikantenstadl

Das Echo des Urknalls ist bekanntlich immer noch als diffuses Rauschen im Orbit vernehmbar. Nicht mindere Widerstandsfähigkeit darf man nach dem Weltuntergang vom Musikantenstadel erwarten, wenn bald auf irgendeinen Planenten in einer fremden Galaxie die Restlaute unserer Erde vernommen werden. Es tut uns mehr als leid, liebe außerirdische Wesen, wahrscheinlich werden der vor Freundlichkeit triefende Florian Silbereisen und seine fast menschenähnliche Gefolgschaft aus dem Musikantestadl auch die größte Explosion überleben. Viel Spaß damit, ihr Wesen im Off. (bal)


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