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Fischzucht: Dänische Gäste sorgen für Nachwuchs in den Flüssen

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Eine Handvoll Frischfisch für das Siegsystem. Die kleinen Lachse wiegen jeweils nur ein Gramm.  Foto: Horst Stolzenburg
Die Lachse an Agger, Bröl und im Naafbach hatten in den vergangenen Jahren günstige Laichbedingungen, so dass die natürliche Vermehrung der bedrohten Fische funktioniert. Damit ist ein Etappenerfolg zur Erhaltung der Art erreicht.  Von
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Neuigkeiten vom Wanderfischprogramm: Fachleute haben festgestellt, dass die Lachse im Oberlauf des Naafbaches erstmals erfolgreich Hochzeit gefeiert haben. Nach dem Rückbau des Wehres Frackenpohl eröffneten sich den Tieren neue Lebensräume. Angesichts der bestehenden Probleme (Schlamm im Siegsystem) ist dies für die Verantwortlichen des Wanderfischprogramms eine positive Nachricht.

Immerhin hat es sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die Lachse in der Agger, in der Bröl und im Naafbach günstige Laichbedingungen vorfinden, so dass die natürliche Vermehrung der bedrohten Fische funktioniert. Die Experten rechnen mit einer natürlichen Vermehrung von 20 Prozent im Gesamtbesatz der Sieg und ihrer Nebenflüsse. Immerhin werden jährlich rund 500 000 junge Lachse aus Zuchtanstalten dort in die Freiheit entlassen.

Diese Vermehrungsrate ist ein Etappenerfolg auf dem Weg zur Erhaltung der Sieglachse aus eigener Kraft. In der Modellregion Agger, Sülz und Naafbach werden seit Jahren nur noch markierte Junglachse ausgesetzt, so dass bei Kontrollen genau festgestellt werden kann, ob es Wildlachs-Nachwuchs gibt oder nicht. Die Experten können damit nachvollziehen, ob es einen eigenen Populationsaufbau gibt. Zudem bietet die Kontrollstation am Aggerwehr in Sankt Augustin-Menden einen guten Überblick über die Zahl der zurückkommenden Elterntiere, die dort erfasst und registriert werden.

An der Bröl informierte sich jetzt der Geschäftsführer der „Hit“-Stiftung, Christoph Heider, über die diesjährige Besatzaktion und entließ eigenhändig rund 1000 junge Tiere in die Bröl. Die Stiftung fördert seit Jahren die Anstrengungen zur Wiedereinbürgerung des Lachses an der Sieg.

Die Baby-Fische wogen im Schnitt ein Gramm und stammen aus einer Lachszucht in Dänemark, mit der das Wanderfischprogramm eng kooperiert.
Die ersten Schritte zum Bau des neuen Wildlachsinformationszentrums in Siegburg sind inzwischen auch auf den Weg gebracht worden. Das Grundstück für den Standort, direkt am Vereinsheim des Fischschutzvereins, wurde gekauft und eine Bauvoranfrage gestellt. Der geplante Bau einer eigenen Zuchtanlage auf dem Gelände des Wahnbachtalsperrenverbandes geht ebenfalls voran. Besonders an diese Anlage sind hohe Erwartungen geknüpft, weil die künstliche Vermehrung der zurückkehrenden Elterntiere, die an der Kontrollstation am Buisdorfer Wehr gefangen werden, effektiver gemanagt werden kann als bisher. Diese künstliche Vermehrung findet zurzeit in der Zuchtanstalt der Landesanstalt für Ökologie im sauerländischen Albaum statt und ist mit weiten Wegen verbunden.

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