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Bonner Strasse: Bürger und Politiker als Team

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Für die Kreuzung von Bonner, Schönhauser und Marktstraße wurden beim Werkstattgespräch Ideen erörtert. Foto: Süsser
Bezirksvertreter loben die Verwaltung für die gute Einbeziehung der Bürger bei den Planungen der dritten Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn. Umgekehrt lobten auch die Beamten die kompetente Mitarbeit der Bürger beim Projekt.  Von
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Rodenkirchen

Die Bilanz der Rodenkirchener Bezirksvertreter fiel positiv aus. Vor einigen Wochen hatte ein Werkstattgespräch im Bezirksrathaus stattgefunden, Bürger, Politik und Verwaltung nahmen teil. Thema war die dritte Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn, die künftig auf der Bonner Straße von der Marktstraße bis zum Verteilerkreis oberirdisch führen soll.

Die Verwaltung habe unter der Federführung des Amtes für Brücken und Stadtbahnbau die Bürgerbeteiligung „außerordentlich gut vorbereitet“, sagte Jörg Klusemann, SPD-Bezirksvertreter, der am Werkstattgespräch teilgenommen hatte. Überhaupt seien die Bürger im Vorfeld sehr gut in die Planungen einbezogen worden. Die Fachämter hatten zu Informationsveranstaltungen, Straßenbegehungen und zuletzt zum Werkstattgespräch eingeladen.

Transparenz für Bürger

Nun müssten die Ergebnisse und Protokolle den Bürgern transparent gemacht werden, am besten über Mitteilungen an die Presse und leicht zugängliche Internetseiten der Stadt und der KVB. Das beschloss die Bezirksvertretung einstimmig. Bislang seien die Informationen zur dritten Baustufe im Netz eher schwer zu finden.

Ein großes Kompliment machte der Chef des Amtes für Stadtbahnbau, Gerd Neweling, den Fachleuten und etwa 50 Bürgern, die sich am Werkstattgespräch beteiligt hatten. Sie hätten kompetent ausgearbeitete Vorschläge mitgebracht. „Wir haben viele Anregungen erarbeiten können, wie zum Beispiel ein durchgängiges Konzept der Radwegführung sowie Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung in den angrenzenden Vierteln“, betonte Neweling. Auch einen Alternativvorschlag für den Neubau eines Park&Ride-Platzes gebe es. Die bisherigen Planungen sehen den P&R-Platz an der neuen Haltestelle Arnoldshöhe beim Verteilerkreis nahe der Tennishalle vor. Der Standort ist umstritten.

Weniger Durchgangsverkehr in Marienburg gefordert

Eine ansprechende Gestaltung wünschen sich Bürger und Politiker des Bezirks Rodenkirchen für die Kreuzung Bonner Straße/Schönhauser Straße/Marktstraße. Das ist ein Ergebnis des Werkstattgesprächs.

Den geplanten Abbruch der denkmalgeschützten Villa Lenders an dieser Stelle kritisieren sie hingegen.

Der Bürgerverein Bayenthal/Marienburg drängt darauf, dass alle Ausfahrten aus Marienburg zur Bonner Straße nach rechts zur Stadt hin geführt werden, um weniger Durchgangsverkehr in das Viertel Marienburg zu locken.

Nach links, also stadtauswärts, soll die Ausfahrt nur über einen versetzten U-Turn möglich sein.

Auch die Reduzierung der Fahrspuren kritisiert der Verein und schlägt drei Spuren auf der Bonner Straße vor statt wie geplant zwei, um Staus zu vermeiden.

Bäume sollten in der Mitte der Straße gepflanzt werden statt an den Rändern. So könnten mehr Parkplätze am Straßenrand erhalten werden. (süs)

Die Bezirksvertreter äußerten in ihrer Sitzung einige weitere Anregungen. Mit einem SPD-Antrag baten sie die Verwaltung zu prüfen, ob die vier neuen Hochbahnsteige an der Bonner Straße kleiner als geplant gestaltet werden können. Außerdem wünschten sie sich eine Absenkung der Bahngleise, damit die Bürger stufenlos einsteigen können. Das allerdings sei technisch schwierig umzusetzen, erläuterte Gunther Höhn, KVB-Verkehrsmanager, den Stadtteilpolitikern.

Villa Lenders soll bleiben

Die Villa Lenders an der Kreuzung Bonner Straße/Schönhauser Straße soll erhalten bleiben, forderten SPD, Grüne und der Vertreter der Linken, Berthold Bronisz, mit einem gemeinsamen Antrag und bekräftigten damit ihren Beschluss vom Juni des vergangenen Jahres. Auf keinen Fall soll das historische und denkmalgeschützte Haus vor dem endgültigen Beschluss zur Planfeststellung des dritten Abschnittes der Nord-Süd-Stadtbahn abgebrochen werden. Das gelte auch für die weiteren zehn bedrohten Häuser an der Bonner Straße, heißt es in dem Antrag. Die Anregungen der Bürger und der Politiker will die Stadt so weit wie möglich in ihr Konzept einarbeiten und die Ergebnisse den Bürgern in einer erneuten Veranstaltung noch vor den Sommerferien vorstellen.

Auskünfte erteilt die Verwaltung telefonisch unter 221-2 72 44.

www.stadt-koeln.de/4/verkehr/

www.nord-sued-stadtbahn.de

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