An der Brühler Landstraße in Raderthal haben am Freitagmorgen neun junge Menschen ein leer stehendes Gebäude der Stadt Köln besetzt. Die Besetzer, die der linken Szene zuzuordnen sind, wollten einen Ort für künftige soziale Projekte schaffen. Die Aktivisten wollten die Räumlichkeiten zudem als Wohn- und Lebensraum nutzen und in Teilen des Gebäudes Schlafplätze für Obdachlose einrichten. Auf einem Banner an der Hausfassade und über den Kurznachrichtendienst Twitter machten die Besetzer auf sich und ihre Aktion aufmerksam.
An der Brühler Landstraße haben am Freitagmorgen neun junge Menschen ein leer stehendes Gebäude der Stadt Köln besetzt, um einen Ort für künftige soziale Projekte zu schaffen. Über den Kurznachrichtendienst Twitter wurde die Polizei auf die Aktion aufmerksam und rückte mit Einsatzkräften der Hundertschaft an. Zwar räumten die Besetzer das Haus freiwillig, die Beamten sprachen dennoch Platzverweise aus.
Foto: Arton KrasniqiÜber Twitter wurde allerdings auch die Polizei auf das Geschehen aufmerksam. Gegen 11.30 Uhr trafen Beamte ein, um das Haus zu räumen. Zu der Zeit war bereits Stephan Teine vor Ort, Vorsitzender des Vereins Jugendkulturraum Köln. Der 46-Jährige steht nach eigenen Angaben seit zweieinhalb Jahren mit der Stadt in Verhandlungen über eine Nutzung des Gebäudes. Er konnte die Besetzer davon überzeugen, das Gelände wieder zu verlassen.
Entscheidung Ende April
Eine Entscheidung darüber soll Ende April im Rat fallen. Weil sie einem anderen sozialen Projekt nicht in Quere kommen wollten, verließen die Besetzer das Gebäude schließlich freiwillig. Die Polizei war mit Einsatzkräften der Hundertschaft angerückt und notierte die Personalien der Besetzer. Anschließend sprach sie Platzverweise gegen die Aktivisten aus. Die Stadt als Eigentümerin der Immobilie stellte zudem laut Polizei Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs. (bls)


