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Dorfgemeinschaft: Rondorf fehlt die Infrastruktur

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Der Verkehr von der Eifel nach Köln und umgekehrt bereitet den Rondorfern Probleme. Die Meschenicher Umgehung könnte Abhilfe schaffen. Foto: Süsser
Ratspolitiker Karl Jürgen Klipper ist sich sicher, dass Rondorf zur Zeit keine neue Bebauung vertragen kann. Die wäre aber nötig, um zukünftige Rodenkichener aufzunehmen. Doch Priorität hat momentan ein anderes Projekt.  Von
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Rondorf

In den kommenden zehn Jahren wird Köln wachsen, um bis zu 100 000 Einwohner. Entsprechend groß sei der Bedarf an Wohnraum, sagte Karl Jürgen Klipper beim Frühjahrsempfang der Dorfgemeinschaft Rondorf, Hochkirchen, Höningen. Auch der Kölner Süden müsse seinen Beitrag leisten und Flächen zur Verfügung stellen, meinte der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende.

Klipper räumte allerdings ein, dass Rondorf zumindest zum jetzigen Zeitpunkt keine weitere Bebauung vertragen könne - und erntete Zustimmung bei den Gästen, überwiegend ehrenamtliche Helfer der Dorfgemeinschaft und engagierte Bürger. Viel sei gebaut worden in Rondorf, so Klipper, die Infrastruktur hinke aber hinterher.

Wichtige Umgehung

Die Krux sei, dass viel Verkehr von der Eifel nach Köln und umgekehrt nicht nur durch Meschenich, sondern auch durch Rondorf rolle. Deshalb müsse die längst überfällige und lange geplante Meschenicher Umgehungsstraße endlich und so schnell wie möglich gebaut werden. Das werde auch eine Erleichterung für Rondorf bringen, sagte Klipper. Der Rat müsse seine Prioritäten entsprechend setzen.

Josef Nägel (stehend) und Karl Jürgen Klipper (2.v.l.) haben die Zukunft Rondorfs im Visier.
Josef Nägel (stehend) und Karl Jürgen Klipper (2.v.l.) haben die Zukunft Rondorfs im Visier.
Foto: Süsser

Dagegen werde eine ursprünglich geplante Verlängerung der Nord-Süd-Stadtbahn bis nach Rondorf und Meschenich wohl so schnell nicht umgesetzt, sagte Klipper voraus. Dennoch solle vorsichtshalber die Trasse für die Bahn freigehalten und in künftigen Bebauungsplänen berücksichtigt werden.

Insgesamt sei Rondorf ein „toller Ort", sagte Karl Jürgen Klipper, der vor allem die „vorbildliche und intakte Dorfgemeinschaft" lobte, die seit 50 Jahren besteht und engagiert arbeite. Mit ihrem Vorsitzenden Josef Nägel habe sich die Dorfgemeinschaft stets für Projekte eingesetzt, die eine Bereicherung für den Ort seien.

Stadt hat „Bildungswillen"

Besonders hob er in diesem Zusammenhang die St. George's-Schule hervor. Die englische, internationale Einrichtung sei ein herausragendes Beispiel für den Bildungswillen der Stadt. Die Schule an der Husarenstraße hatte - wie schon oft - ihre Mensa als Versammlungsraum zur Verfügung gestellt. Klipper hob auch das Jugend- und Nachbarschaftshaus „Haus der Familie", das aufgrund eines hohen Bürgerengagements entstanden war, als gelungenes Projekt hervor. Große Bedeutung habe auch das Hospiz St. Hedwig. Das Haus für würdiges Leben bis zuletzt sei gut in das Dorf integriert. Die Dorfgemeinschaft habe sich dafür eingesetzt, dass es im Ortskern errichtet und nicht an den Rand gedrängt wurde.

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Für die Dorfgemeinschaft griff Josef Nägel zum Mikrofon. Der Vorsitzende kritisierte die verkehrliche Infrastruktur und forderte insbesondere eine verbesserte Busanbindung an den Bahnhof Hürth-Kalscheuren. Schön sei, dass der Neubau der Sportanlage für den SC Rondorf konkret geworden sei, aber die Umsetzung dauere zu lange, sagte Nägel.

Visionärer Vorschlag

Sorgen bereite der Dorfgemeinschaft der Kiesabbau um Meschenich und Rondorf. Der Rückbau stillgelegter Grabungen gehe zu langsam voran, bemängelte Nägel. Und er erlaubte sich einen visionären Vorschlag: Die Bereiche des Kies- und Wassergeländes, an denen nicht mehr gearbeitet werde, sollten in die Bundesgartenschau (Buga) einbezogen werden, die möglicherweise im Jahr 2025 nach Köln geholt werde. Karl Jürgen Klipper, der sich für die Buga einsetzt, glaubt, dass die Gartenschau eine Chance sei für die Vernetzung des Umlandes mit Köln.

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