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Eigeninitiative: Bürger planen Straßenfest selbst

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Kommerzielle Anbieter prägten das Straßenfest bislang. Foto: Philipp Haaser
Nachdem das Straßenfest auf der Bonner Straße im letzten Jahr weder ein finanzieller Erfolg, noch gut besucht war, nehmen die Bürger die Organisation nun selbst in die Hand. Geplant ist ein unkommerzielles Bürgerfest für alle.  Von
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Innenstadt

Manchmal wissen alle Beteiligten, dass sich etwas ändern muss. So ist es beim Straßenfest in der Bonner Straße. „Weder ein finanzieller Erfolg noch gut besucht – das Fest im vergangenen Sommer hat niemanden zufriedengestellt“, fasst Alice Baker, Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Bonnerstraße und Chlodwigplatz (ABC), die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr zusammen. Im Einvernehmen mit dem kommerziellen Veranstalter des Festes der vergangenen Jahre entschieden die Geschäftsleute, die Organisation nun in Eigenregie zu stemmen. Das Treiben wird von der Bonner Straße in die Kurfürstenstraße und die Darmstädter Straße verlagert.

Nachdem sich die Straßen-, Caree- oder Boulevardfeste in den Kölner Veedeln in den vergangenen Jahren immer mehr ähnelten, viele nach demselben Strickmuster und vom selben Veranstalter organisiert worden waren und oft nicht gerade durch Veedelsnähe bestachen, übernehmen wieder vermehrt Anlieger die Initiative. In Sülz ist dieser Wechsel geglückt – das Programm war im vergangenen Jahr nach Aussage der Organisatoren wieder hochwertiger, eine Veedelsbühne kam gut an.

Großer Zuspruch für Nachbarschaftsfest

Die ABC vertritt die Interessen der Geschäftsleute in der Südstadt. Auch Ladenbesitzer aus der Merowinger Straße engagieren sich. Dort fand im vergangenen Sommer ein Nachbarschaftsfest statt, das mit seiner unkommerziellen Ausrichtung deutlich mehr Zuspruch erhielt, als das von professionellen Standbetreibern geprägte Fest auf der Bonner Straße. „Das bringt nichts, wenn die Anwohner nicht dahinter stehen. Die Leute wünschen sich etwas Kleineres“, meint Baker. Eine kleine Gruppe hat die Organisation für das neu konzipierte Straßenfest schon in Angriff genommen.

Tim Cremer vom Ortsverein der SPD, der aktiv ist beim Verein Lobby für die Südstadt, hat das Genehmigungsverfahren auf den Weg gebracht. Anke Köwenig, Inhaberin einer Künstleragentur, kümmert sich um das Bühnenprogramm. Erste Anfragen von Künstlern aus der Südstadt sind schon an das Team herangetragen worden. Initiativen und Tanzschulen aus dem Veedel sollen ihr Können auf einer Bühne im Herzen der Südstadt präsentieren: an der Kreuzung Darmstädter Straße, Kurfürstenstraße, Bonner Straße.

Bühnen für Südstadt-Bands

Köwenig, seit langem schon zuständig für das Programm in der Südstadtkneipe Backes, freut sich vor allem auf Nachwuchskünstler: „In der Südstadt gibt es so viele junge Bands. Die würde ich gerne auf der Bühne haben.“ Aber auch alte Hasen werden auftreten. Die Famillich hat schon zugesagt. Friseur Klaus Meyer, ein Südstadt-Original, tritt mit seiner Band Ingo and the Gang auf. Köwenig erinnert sich an ein Nachbarschaftsfest in der Südstadt vor 15 Jahren. „Die Auswirkungen von so einem Fest merkt man noch lange Zeit danach. Die Leute lernen sich besser kennen.“ Barbara Petry vom Backes packt ebenfalls mit an und nutzt das Fest, um das 30-jährige Bestehen ihres Ladens zu feiern.

Tombola, Bierstände und Gastronomisches sollen die vor Ort ansässigen Ladeninhaber übernehmen. Nach Möglichkeit sollen Speisen und Getränke, Kunsthandwerk und Verkaufsstände aus den eigenen Reihen kommen, so der Wunsch der Veranstalter. Zusätzlich hoffen sie auch auf die Beteiligung der zahlreichen Initiativen in der Südstadt.

Überschuss ans Bürgerhaus Stollwerck

„Es geht uns nicht darum, Kommerz zu machen“, betont Baker. Deshalb wird auch ein eventuell anfallender Überschuss an das Bürgerhaus Stollwerck gespendet. Die Kosten für Absperrungen, Genehmigungen und Ordner werden durch Sponsoren gedeckt.

Wer helfen möchte, Ideen beisteuern oder mit anpacken will, kann sich per E-Mail an die Aktionsgemeinschaft wenden.

Kontakt: abc-mail@gmx.de

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