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Geburtstag der Stadtbibliothek: Poetry-Slam mit Schmalzbrot

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Gerda Laufenberg, Angela Spizig und Brigitte Klipper (v. l.).  Foto: Süsser
Der Förderverein der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen besteht seit zehn Jahren. Seit ihrem Beginn als Protestgruppe ist die Gruppe schnell gewachsen und sicherte das Überleben der Bücherei. Nun winkt eine Moderation bei der lit.Cologne.  Von
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Rodenkirchen

Das Jahr 2003 sei auch für Kulturpolitiker ein „düsteres Jahr“ gewesen, sagte Kölns Bürgermeisterin Angela Spizig. Sie bezog sich auf die damals geplante Schließung der Stadtteilbibliotheken in Köln, die allerdings abgewendet werden konnte. Bei der Feier zum zehnten Geburtstag des Fördervereins der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen, dem Verein Literamus, lobte sie den großen Einsatz der Mitglieder mit ihren langjährigen Vorstandsfrauen Gerda Laufenberg und Brigitte Klipper.
„Sie haben für den Erhalt gekämpft und ich weiß Ihre Leistung zu schätzen“, betonte Spizig vor mehr als 100 geladenen Gästen in der voll besetzten Stadtteilbibliothek an der Schillingsrotter Straße 38. Heute sei die Bemühung um den Erhalt nicht mehr nötig, weil die Bibliothek nicht mehr bedroht sei, sagte sie. Geblieben sei dennoch das begeisterte Engagement um die „Großartigkeit des Lesens“.

Gerda Laufenberg ihrerseits zog Bilanz: „Anfangs waren wir eine kleine Protestgruppe“, sagte sie. „Lesen gefährdet die Dummheit“ habe damals auf den Transparenten gestanden, mit denen eine Handvoll Leute aus Rodenkirchen vor dem Rathaus protestiert habe. Inzwischen sei die Stadtteilbibliothek mit ihrer jetzigen Leiterin Jutta Kossul ein lebendiger Ort des Lesens und der Begegnung geworden, mit zahlreichen Veranstaltungen und prominenten Akteuren.
Der Verein sei schnell gewachsen, sagte Gerda Laufenberg. Schon im ersten Jahr verzeichnete er 100 Mitglieder, heute sind es 400. Ein Jahr nach der Gründung wurden erstmals die „berühmten Schmalzbrote“ bei Veranstaltungen geschmiert und angeboten. 2005/06 organisierte Literamus erstmals Fahrten von und zur Bücherei für lesefreudige Kinder aus Meschenich sowie den Workshop „Mama liest Deutsch“.

2007 begann unter dem Dach von Literamus der Historiker Julius Steckner mit seiner Geschichtswerkstatt „Rodenkirchen erinnert sich“. 2010 startete als zusätzliches Angebot der Poetry-Slam, ein Dichterwettstreit. Alle Veranstaltungen samt Schmalzbrot-Ritual finden immer noch statt. Grußworte hatte der Liedermacher Wolf Biermann geschickt – er ist mit einem Mitglied bekannt. Grußworte per Videobotschaft sprachen auch mehrere Bürger und Vertreter aus Politik und aus der Kölner Literatur-, Kabarett- und Musikszene – darunter Grete Eisenkrämer, Gerd Köster, Wilfried Schmickler. „Wir hoffen, dass Ihr so lange durchhaltet wie wir“, sagten die Bläck Fööss. Die Bürgervereinigung Rodenkirchen spendete zum Geburtstag 250 Euro, die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner stellte ein paar Hundert Euro in Aussicht, die Stadtbibliothek Köln hatte einen Kuchen geschickt und Angela Spizig versprach eine Moderation in der Stadtteilbibliothek bei der lit.Cologne.
Musikalisch grüßte mit viel Charme und einem kleinen Programm die Chansonnette Elke Brauer. Sie wurde von Jan Weigelt am Klavier begleitet.
www.literamus.de

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