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Hochwasserschutz: Vermeidbarer Mehraufwand

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Der massive Eindruck täuscht: Die sogenannte Lindemauer am Sürther Rheinufer könnte bei extremem Hochwasser brechen. Foto: Süsser
Die Sanierung der Lindemauer ist nur eine von mehreren Nachbesserungen am vor fünf Jahren fertig gestellten Hochwasserschutz. Dass die Arbeiten nicht in einem Abwasch erledigt wurden bringt viele Unannehmlichkeiten mit sich.  Von
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Sürth

Nun ist der Hochwasserschutz seit fünf Jahren fertig, aber nur eigentlich. An manchen Stellen werden offenbar aufwendige Nachbesserungen fällig. Den Anfang macht die Lindemauer. Sie ist bei extremen Hochwässern nicht standsicher. Besonders für die Anlieger, die im Gefahrenbereich wohnen, hört sich diese Erkenntnis äußerst bedrohlich an. Es ist deshalb selbstverständlich, dass die Kaimauer gesichert werden muss, und zwar so schnell wie möglich.

Die Stahlbetonwand wurde 1975 errichtet und schützt bis zu einem Pegelstand von 11,30 Metern.
Die Stahlbetonwand wurde 1975 errichtet und schützt bis zu einem Pegelstand von 11,30 Metern.
Foto: Süsser

Aber warum haben die Experten erst jetzt nachgerechnet und geprüft? Schon die extremen Kölner Hochwässer von 1993 und 1995 hätten aufschlussreiche Daten liefern können. Dann hätte die Wand in einem Aufwasch mit den übrigen Arbeiten zum Hochwasserschutz erfolgen können. Nun jedoch beginnt der Aufwand von vorne. Firmen werden neu beauftragt, Umleitungen müssen vorbereitet, Stege gebaut werden. Die Anwohner dürfen sich auf erhebliche Einschränkungen gefasst machen.

Dass diese nachträgliche Ertüchtigung insgesamt nicht teurer sein soll, klingt unglaubwürdig. Besonders kostspielig wird die Flickschusterei, wenn das Land die Zuschüsse zum Hochwasserschutz tatsächlich in Darlehen umwandeln will.

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