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Inklusion: Kickern mit dem Bundesbeauftragten

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Der Behindertenbeauftragte Hubert Hüppe (re.) verlor beim Kickern mit den Jugendlichen im Sürther Jugendhaus. Thomas Göttker (3. v. r.).) schaute gespannt zu. Foto: Süsser
Im Jugendhaus in Sürth ist der inklusive Ansatz ganz „normal“. Nun ist der Verein „miteinander leben“ für die selbstverständliche Gemeinschaft behinderter und nicht behinderter Menschen ausgezeichnet worden.
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Sürth

Der Verein „miteinander leben“ arbeitet seit 1975 auf dem Gebiet der Integration. Nun wurden er und sein Jugendhaus auch als Vorreiter für die weitergehende Inklusion ausgezeichnet – für die selbstverständliche, gemeinschaftliche Teilnahme behinderter und nicht behinderter Menschen an allen gesellschaftlichen Aktivitäten in vollem Umfang.

Wegweiser für die Zukunft

Für die Teilnahme an der Kampagne der Bundesregierung „Deutschland wird inklusiv – wir sind dabei“ gab es eine Urkunde, und der Bundesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, stattete dem Jugendhaus in der Fronhofer Straße einen Besuch ab. „Ihr Projekt trägt dazu bei, den Anspruch der UN-Behindertenrechtskonvention in die Tat umzusetzen, und ist damit Wegweiser für die deutsche Gesellschaft der Zukunft“, sagte der Bundesbeauftragte. Er nahm sich viel Zeit für die Jugendlichen, diskutierte mit ihnen auf dem Sofa und spielte eine Runde auf dem Kicker, wobei er sich allerdings geschlagen geben musste.

Gemeinschaft war immer selbstverständlich

Laura, Justine, Dominik, Sandro und die anderen erzählten ihrem Besucher aus Berlin aus ihrem Alltag im Jugendhaus. „Wir sind eigentlich jeden Tag hier“, meinten sie, auch an Wochenenden. Es sei ganz „normal“, dass Menschen mit und ohne Behinderung ihre Zeit gemeinsam verbrächten. Auch Ausflüge würden sie hin und wieder zusammen unternehmen. „Unser Ansatz war von vorneherein inklusiv“, sagte der Geschäftsführer des Vereins, Bernd Schneider. Die Behinderten hätten sich nie integrieren müssen, eher umgekehrt. Die Gemeinschaft sei von Anfang an selbstverständlich gelebt worden.

Erste inklusive Kita in NRW

Die Kindertagesstätte des Vereins war die erste in NRW, die 1975 für behinderte und nicht behinderte Kinder gegründet wurde. Es folgte das Jugendhaus, das seit 1982 Treffpunkt für Kinder und Jugendliche ist. Leiter ist Thomas Göttker. Seit 1995 unterhält der Verein „miteinander leben“ stationäre Wohneinrichtungen für behinderte Erwachsene.

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ist seit 2008 in Kraft und verlangt die soziale Inklusion. Sie soll die Chancengleichheit fördern und Diskriminierung in der Gesellschaft unterbinden.

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