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Jugendforum: Frischer Wind im Bezirksrathaus

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Das neue Jugendforum besteht aus Abgesandten aller weiterführenden Schulen des Stadtbezirkes. Es tagt viermal im Jahr. Foto: Martin Boldt
Schüler der weiterführenden Schulen des Bezirks haben sich durchgesetzt und ein Jugendforum gegründet. Ein weitreichendes Organ: Das Gremium besitzt Rederecht in der Bezirksvertretung.  Von
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Politiker, die wichtige kommunale Entscheidungen treffen und sich dabei leichtfertig über die Interessen und Bedürfnisse der jungen Generation hinwegsetzen – diese Situation soll es im Stadtbezirk Rodenkirchen ab sofort nicht mehr geben. Sicherstellen soll dies das neue Jugendforum, dass jetzt im Bezirksrathaus zu seiner ersten Sitzung zusammenkam. Das Gremium, dass sich aus 30 Schülern der zehn weiterführenden Schulen des Bezirks und einem separat gewählten Vorstand zusammensetzt, erhält ein Rederecht in der Bezirksvertretung und kann mit Hilfe der Fraktionen Vorschläge einbringen.

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„Es gab bereits erste Versuche mit Jugendparlamenten in Stuttgart oder Solingen, für Köln ist das in dieser Form allerdings etwas ganz neues“, sagte Bezirksbürgermeister Mike Homann, der die Sitzung leitete. Oberstes Ziel sei es, die Jugendlichen mit dem Forum stärker als bisher für die Teilnahme an politischer Willensbildung zu begeistern und erstmals eine echte Jugendbeteiligung an politischen Entscheidungsprozessen im Bezirk zu schaffen. „Eines der Ziele, die ich bereits mitbekommen habe, ist eine Art Jugendhaus, ein zentraler Ort der Begegnung, damit die Jugendlichen nicht mehr an Kiosken oder dem Sommershof abhängen müssen“, berichtet Doris Berger-Stein, Lehrerin an der Gesamtschule Rodenkirchen. Ihre Schüler versprächen sich viel von der neuen Jugendvertretung.

Vorzeigeprojekt der jungen Stadt

Um diese von Beginn an auf rechtsstaatliche Grundpfeiler zu stellen, bestand die erste Amtshandlung der Abgesandten in der Formulierung einer eigenen Geschäftsordnung. Engagiert debattiert wurden dabei unter anderem die Häufigkeit der Treffen, die Dauer des Vorsitzes und die Regeln für die Beschlussfähigkeit. Bürgermeistern Elfi Scho-Antwerpes (SPD), die als Beobachterin anwesend war, sprach von einem Vorzeigeprojekt für die gesamte Stadt. „Wir sind eine junge Stadt, und deshalb brauchen wir natürlich auch Jugendliche, die ihre Anliegen und Probleme nach vorne tragen.“

Einer der Akteure, der in den vergangenen Jahren immer wieder aktiv auf den historischen Moment hingearbeitet hatte, ist Eberhard Petschel (Die Grünen): „Partizipation von jungen Menschen, ist eine ganz wichtige Sache. Unter den ersten Mitgliedern sind bereits einige erfahrene Leute, und mit denen, glaube ich, wird dieses neue Gremium eine gute Sache.“
Als ersten Vorsitzendes wählte das Jugendforum den 18-jährigen Yannik Breuer von der Gesamtschule Rodenkirchen, als seine beiden Stellvertreter Matthias Thiemermann und Maya Ollweg. Sie bleiben im Amt, bis im kommenden September erstmals für ein ganzes Jahr gewählt wird.

Dass das Jugendforum eine wichtige Rolle in der politischen Landschaft spielen wird, davon ist auch der jüngste Teilnehmer Cassian Hopamakis überzeugt: „Wir befinden uns noch in einer Testphase, in der herumexperimentiert wird. Wenn wir allerdings erst einmal zu einen hohen Standard gelangt sind, werden die Resultate aber sicher deutlich zu spüren sein“, hofft der zwölfjährige Vertreter der St. George’s School.

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