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Kinderhilfswerk: Mit 15 Jahren Unicef-Botschafterin

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Die Schülerin sammelte viele Eindrücke und wurde freundlich aufgenommen. Foto: Foto: UNICEF DT/2013/Chris Schuepp
Die 15 Jahre alte Schülerin Madita Eh engagiert sich leidenschaftlich gegen Armut und Aids. Als Juniorbotschafterin des Kinderhilfswerks Unicef war sie bereits in Sambia im Einsatz für Kinderrechte und durfte Angela Merkel treffen.  Von
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Rondorf

Eines Tages will Madita Eh für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen um die Welt reisen. „Ich will wirklich helfen, das kommt wahrscheinlich aus der Kindheit.“ Ihre Kindheit liegt noch nicht lange zurück. Madita Eh ist vier Jahre alt, als ihre Familie von Deutschland nach Thailand zieht. Als Schülerin einer englischsprachigen Schule beginnt Madita, Geld und Kleider zu sammeln für Kinder illegaler Einwanderer, die im Gefängnis gelandet sind. Sie tut das heute noch, mit 15 Jahren.

Die Schülerin sammelte viele Eindrücke und wurde freundlich aufgenommen.
Die Schülerin sammelte viele Eindrücke und wurde freundlich aufgenommen.
Foto: UNICEF DT/2013/Chris Schuepp"

Mittlerweile lebt sie wieder in Deutschland, sie besucht die „St. George’s School“ in Rondorf. Doch immer wieder zieht es Madita in die große weite Welt. Zuletzt war das Mädchen, das nach einem langen Schultag etwas müde vor dem Laptop sitzt, und das besser Englisch als Deutsch spricht, acht Tage lang im afrikanischen Sambia unterwegs.

Lernen, sich selbst zu helfen

Als Juniorbotschafterin des Kinderhilfswerks Unicef erfuhr sie viel über die Probleme des Landes wie Aids und Armut und darüber, wie kreativ die Menschen mit ihrer Situation umgehen – auch dank Unicef. In einem kleinen Dorf lernte sie die Tippy Taps kennen, selbst gebaute Waschstationen, die Bakterienübertragungen vermeiden. Sie lernte Andrea kennen, den 17-jährigen Unicef-Juniorbotschafter aus einem Slum nahe der sambischen Hauptstadt Lusaka, der seinen Mitbewohnern erklärt, warum sie den Müll nicht einfach auf die Straße werfen sollen.

Als Unicef-Botschafterin reiste Madita Eh durch Sambia, dort lernte sie hoffnungsvolle Projekte gegen die Probleme des Landes kennen.
Als Unicef-Botschafterin reiste Madita Eh durch Sambia, dort lernte sie hoffnungsvolle Projekte gegen die Probleme des Landes kennen.
Foto: UNICEF DT/2013/Chris Schuepp

Und sie lernte, dass sich in Sambia jede Stunde drei Jugendliche mit HIV infizieren. Per SMS können sich Teenager deshalb kostenlos an Unicef mit Fragen zu Aids wenden. „Ich habe vor allem gelernt, dass man lernen muss, sich selbst zu helfen“, sagt Madita.

Eine Stunde mit Angela Merkel

Schon vor der Projektreise gehörte sie dem Unicef-Juniorteam an. Es unterstützt das Hilfswerk bei seiner Kinder- und Jugendarbeit. Mit einer Delegation flog sie nach Berlin, um die Bundeskanzlerin zu bitten, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Eine Stunde lang nahm sich Angela Merkel Zeit: „Ich war ganz nervös, aber sie war nett“, sagt Madita. Dann bewarb sie sich für die Projektreise: „Ich wollte unbedingt dahin, ich wollte sehen, was Unicef in Sambia macht.“

Als Unicef-Botschafterin reiste Madita Eh durch Sambia, dort lernte sie hoffnungsvolle Projekte gegen die Probleme des Landes kennen.
Als Unicef-Botschafterin reiste Madita Eh durch Sambia, dort lernte sie hoffnungsvolle Projekte gegen die Probleme des Landes kennen.
Foto: UNICEF DT/2013/Chris Schuepp

Die insgesamt vier Juniorbotschafter reisten per Auto und Flugzeug durch ein Land, das nach der Regenzeit „sehr heiß und sehr grün“ war. Und das sie durch Baumpflanzungen noch grüner machten. Zum Teil war es aber auch recht feucht. Einer der von den Jugendlichen selbst produzierten Filme zeigt die Gruppe an den Viktoriafällen – eingehüllt in Regenponchos beim Reinigen einer Fußgängerbrücke, hart arbeitend im Sprühregen der hinabstürzenden Wassermassen.

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