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Kommentar: Probleme einer Tagesmutter

Sylvia Kaul, Tagesmutter in Rodenkirchen, wird von ihrem Vermieter gedisst. Foto: Philipp Haaser
Bevor im August 2013 alle Kinder unter drei Jahren Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben, müssen die Kommunen zunächst genügend Betreuungsplätze schaffen. Doch die vermehrt eingesetzten Tagesmütter und Tagesväter sind nicht überall willkkommen.  Von
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Neuehrenfeld. 

Kinderbetreuung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Fall der Tagesmutter aus Rodenkirchen, die von ihrem Vermieter eine Abmahnung nach der anderen erhält und keine andere Wohnung findet, zeigt das deutlich. Die Kommunen müssen genug Betreuungsplätze schaffen, bevor im August 2013 der Anspruch auf einen U3-Platz Gesetz wird. Das tun sie zumindest übergangsweise auch mit Tagespflege. Die öffentliche Aufgabe wird so teilweise an Privatpersonen, an Tagesmütter und Tagesväter, übertragen. Anders als Kindertagesstätten haben diese keine Trägerorganisation im Rücken. Sie tragen die Risiken alleine. Weil sie aber im öffentlichen Auftrag handeln, werden sie vom Jugendamt angeleitet und unterstützt. Doch nicht nur von Seiten der Stadtverwaltung verdienen sie Unterstützung, sondern auch Verständnis von Nachbarn, Vermietern und Eltern.

Rainer Loke (r.) holt seinen Sohn (2er von r.) bei Sylvia Kaul ab. Er hat mit der Tochter der Tagesmutter, Lina Marie, gespielt und Kekse gebacken.
Rainer Loke (r.) holt seinen Sohn (2er von r.) bei Sylvia Kaul ab. Er hat mit der Tochter der Tagesmutter, Lina Marie, gespielt und Kekse gebacken.
Foto: Philipp Haaser

Kinderbetreuung ist nämlich nicht nur volkswirtschaftlich sinnvoll, pädagogisch wertvoll, für berufstätige Eltern ein Segen, sondern schlicht alltäglich. Laute Kinder in der Nachbarwohnung, Dreck im Treppenhaus, spielende Kinder im Hof gehören zum Stadtleben dazu.

Für eine lebendige Gesellschaft versteht sich von selbst, dass ihre Mitglieder dafür Verständnis zeigen. Die meisten Nachbarn und Vermieter von Tagesmüttern und Tagesvätern, die selten mehr als fünf Kinder betreuen, schaffen das offenbar ohne größere Probleme. Sie zeigen: Kinder sind keine Zumutung, sondern eine Aufgabe für uns alle.

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