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Nord-Süd-Bahn: Stadtbahn soll früher fahren

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Die Aufzugshäuschen am Bonner Wall sind fertig. Dahinter wird die Linie 17 die neue Trasse verlassen und zum Rheinufer geführt. Foto: Philipp Haaser
Die Bezirksvertreter, Geschäftsleute und Stadtteilpolitiker sind sich einig. Die Linie 17 der neuen Nord-Süd-Stadtbahn soll möglichst bald den Betrieb aufnehmen. Unklar ist, ob die Bahn dann bis Rodenkirchen oder Godorf fährt.  Von
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Rodenkirchen

Am Ende waren sich die Rodenkirchener Bezirksvertreter und der KVB-Vertreter einig. „Wir haben einen Konsens. Die Linie 17 soll so schnell wie möglich wenigstens zu den Spitzenzeiten in Betrieb genommen werden“, zog Manfred Giesen von den Grünen sein Fazit in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung. Beraten wurde, wann die neue Nord-Süd-Bahn auf dem Abschnitt südlich des eingestürzten Archivs fahren soll. Der Rat entscheidet im Zuge der Haushaltsberatungen über die vorzeitige Inbetriebnahme Ende 2016, die aus Kostengründen umstritten ist. Im nördlichen Abschnitt zwischen Heumarkt und Severinstraße wird vor 2019 keine Bahn fahren.

Gunter Höhn, Planungsleiter bei der KVB, und Christian Dörkes vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik standen in einer Aktuellen Stunde Giesen und den Kollegen der anderen Fraktionen Rede und Antwort. „Die Linie 16 zwischen der Innenstadt und Rodenkirchen gehört zu den am stärksten frequentierten der Stadt“, erläuterte Höhn. Die Bezirksvertreter fragten insbesondere, wie sich die Situation morgens kurz vor Schulbeginn und nach Schulschluss entschärfen ließe. Die Linie 16 ist dann regelmäßig überfüllt, viele Schüler müssen warten. „Eine Möglichkeit ist, die Linie 17 in Betrieb zu nehmen“, antwortete Höhn. „Notfalls“ könnten auch zusätzliche Bahnen der Linie 16 eingesetzt werden. Das sei aber schwierig, weil in den Tunneln der bestehenden Linie laut Höhn nicht genug Platz für zusätzliche Züge sei.

Verlängerung nur bis Rodenkirchen?

Die Nord-Süd-Stadtbahn
Die Kölner Nord-Süd-Stadtbahn
Foto: KStA-Grafik

Während die Bezirksvertreter fordern, dass die Linie 17 bis zum Bahnhof Godorf fährt, favorisiert man bei der KVB eine Verlängerung nur bis zum Bahnhof Rodenkirchen. Außerhalb der morgendlichen Spitzenzeiten seien Fahrten bis Godorf nicht nötig, so Höhn. Die KVB möchte Nutzer des Park-and-Ride-Parkplatzes in Sürth zudem lieber zum Umsteigen in Rodenkirchen bewegen. Laut Höhn wird der Platz von vielen Weißern genutzt und sei ausgelastet. Diese Pendler würden nicht auf Godorf ausweichen. Giesen widersprach. Der Sürther Bürgerverein habe gezählt, dass zahlreiche Autos mit Kennzeichen aus dem Umland auf dem Platz parken. Für die wäre Godorf sehr wohl eine Alternative.

In Rodenkirchen wie auch in Godorf müsste eine neue Wendeanlage, mit der die Straßenbahnen das Gleis und damit die Richtung wechseln können, errichtet werden. In beiden Fällen entstehen dafür Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Diese Anlage war ohnehin in den Planungen vorgesehen. 5,3 Millionen zusätzliche Investitionskosten fielen bei einer vorzeitigen Inbetriebnahme der Linie 17 an. Die Betriebskosten würden um jährlich sieben Millionen Euro höher liegen als der Erhalt der ungenutzten Gleise, Tunnel und Bahnhöfe bis 2019 kostet.

Rodenkirchener sind sich einig

Am Ende der Aktuellen Stunde bekräftigten die Politiker ihre einstimmige Empfehlung vom Juni 2012. Bürgervereine, Geschäftsleute und Stadtteilpolitiker sind sich einig. „Wir sind Zuzugsgebiet. Außerdem haben das die Geschäftsleute in der Severinstraße verdient“, so Rafael Struwe (SPD). Die Geschäfte in der Severinstraße mussten während der Bauarbeiten erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen.

Karl-Heinz Daniel (FDP) wies im Sitzungssaal des Rodenkirchener Rathauses darauf hin, dass auch die Angestellten des Bürgeramtes häufig morgens vor übervollen Wagen der Linie 16 stehen und warten müssen. „Je früher die Linie 17 kommt, desto besser.“

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