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Nord-Süd-Stadtbahn: Stadt prüft Vorschläge

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Der Entwurf des Kölner Büros LHVH für das geplante Parkhaus am Bonner Verteiler.  Foto: Haaser
Die Auswertung der Bürgerbeteiligung zur dritten Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn verzögert sich. Die Verwaltung hatte die Resonanz unterschätzt. Einmündung der Schönhauser Straße könnte nach Norden verlegt werden.  Von
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Bayenthal/Marienburg

Ein Werkstattgespräch, eine Informationsveranstaltung und zwei Spaziergänge durch die betroffenen Straßenabschnitte – mit einem umfangreichen Verfahren versucht die Stadtverwaltung seit Januar, die Bürger an der Planung der dritten Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn zu beteiligen. „Das lief bislang sehr erfolgreich. Wir haben mehr Resonanz erhalten als erwartet“, sagt Gerd Neweling, Leiter des zuständigen Amtes für Brücken und Stadtbahnbau.

Wegen der großen Zahl an Vorschlägen und Eingaben werden die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung nicht wie ursprünglich angekündigt vor den Sommerferien, sondern erst danach vorgestellt. In der Mitte der Bonner Straße sollen in Zukunft Gleise verlaufen, die Strecke, auf der die Stadtbahnlinie 5 verkehren wird, endet kurz vor dem Bonner Verteiler. 2015 sollen die Bauarbeiten für den Abschnitt zwischen Innenstadt und Militärring beginnen, zurzeit prüft die Verwaltung noch, welche Vorschläge der Bürger in die Planung einfließen. „Wir schauen derzeit, was machbar ist und was nicht“, erläutert Neweling.

Mehreren Häusern droht Abbruch

Für die Kreuzung Schönhauser Straße, Bonner Straße und Marktstraße etwa würden zurzeit verschiedene Varianten beraten. Mitarbeiter verschiedener Ämter wägen Vor- und Nachteile ab. Der bislang zur Debatte stehende Plan für den Knoten sieht vor, die Einmündung der Schönhauser Straße nach Norden zu verlegen, dorthin, wo sich heute der Parkplatz eines großen Supermarkts befindet. Eine zusätzliche Rechtsabbiegerspur und ein Grünstreifen auf der heutigen Fahrbahn der Bonner Straße sind ebenso eingeplant.

Deshalb wäre der Abbruch der denkmalgeschützten Villa Lenders notwendig. Das Haus, in dem bis vor kurzem ein Teppichhändler sein Geschäft hatte und für dessen Erhalt sich der Rheinische Verein für Denkmalpflege, die Bezirksvertretung und viele Bürger ausgesprochen haben, steht unmittelbar an der Kreuzung. Neun weitere Häuser müssen nach aktuellem Stand abgebrochen werden.

Parkhaus soll Tennisplätze integrieren

Am südlichen Ende der Bonner Straße ist ein Parkhaus für Pendler geplant, die dann an der neuen Endhaltestelle der Stadtbahn einsteigen können. 600 Parkplätze sollen hier entstehen. Die Jury eines Architektenwettbewerbes hatte im Frühjahr einen Entwurf für das Gebäude ausgewählt, als Sieger ging das Kölner Büro LVHV Architekten hervor.

Die Entwürfe sollten die existierenden Tennisplätze integrieren. Ob dieser auch umgesetzt wird, ist noch offen. Welcher Entwurf umgesetzt wird, hängt zu 60 Prozent von der Wettbewerbs-Platzierung ab. Vergabeamt und Rechnungshof müssen laut Neweling noch zustimmen. In der kommenden Woche soll die Entscheidung aber getroffen sein.

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