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Pre-College: Wunderkinder zeigen ihr Können

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Unterstützt wurden die Schüler des Ausbildungszentrums von der Kammerphilharmonie Rhein-Erft. Foto: Figge
Die Schüler des Pre-College haben in Begleitung vom Orchester der Kammerphilharmonie Rhein-Erft ein Benefizkonzert in der Kirche St. Maria Königin. Für die meisten der hochbegabten Kinder sind solche Auftritte schon fast Routine.  Von
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Marienburg

Die Geige ist Lotta Schmitz’ Passion. Seit ihrem dritten Lebensjahr spielt die 14-Jährige das Streichinstrument. Sie ist musikalisch hochbegabt. Auf dem Pre-College Cologne, einem Ausbildungszentrum für musikalische Wunderkinder, studiert sie die Musik von Komponisten wie Vivaldi, Beethoven und Bach. Auf dem Lehrplan stehen auch regelmäßige Auftritte, so wie jetzt in der Kirche St. Maria Königin.

Neun Schüler der Einrichtung, die zur Kölner Hochschule für Musik und Tanz gehört, traten in dem Gotteshaus an der Goethestraße auf. Unterstützt wurden die Musikvirtuosen im Alter zwischen zehn und 15 Jahren vom Orchester der Kammerphilharmonie Rhein-Erft unter der Leitung von Christian Letschert-Larsson. Gut 250 Besucher waren zum Benefizkonzert mit dem Titel „Frühlings-Spitzen“ gekommen, das die Kölner Rotary Clubs Kapitol und Kastell organisiert hatten.

Für Lotta Schmitz sind solche Livekonzert schon fast Routine. Lampenfieber verspürt sie nicht mehr. Denn schließlich „konzertiere ich, seit ich drei bin“, sagte die Schülerin gelassen. So viel Routine kommt nicht von ungefähr. Gut zwei Stunden am Tag übt sie. Und an den Wochenenden steht der Unterricht am Pre-College auf dem Programm.

„Wir bieten ein Frühstudium für Hochbegabte an, das im einzelnen auch auf ein späteres Vollstudium angerechnet werden kann“, sagte Ute Hasenauer, Leiterin des Colleges. Ein solches Frühstudium absolviert auch Cellist Manuel Lipstein. Zu seinem Instrument fühlte er sich schon mit vier Jahren hingezogen. Doch erst mit sechs war er groß genug, um es auch spielen zu können. Zu seinen Lieblingskomponisten zählt der Zwölfjährige den Russen Dmitri Schostakowitsch. „Seine Musik fasziniert mich. Wer die russische Geschichte verstehen will, muss sein Werk hören“, so der junge Virtuose. In der Marienburger Kirche spielte er jedoch nicht die Noten seines Vorbildes, sondern die Ungarische Rhapsodie op. 68 von David Popper.

5000 Euro eingespielt

Lotta Schmitz hatte gleich zwei Auftritte. Zur Eröffnung des musikalischen Nachmittags intonierte sie mit vier ihrer Mitstudenten ein Stück von Vivaldi und im weiteren Verlauf eine Komposition von Bach. Auch wenn die klassische Musik für ihr Instrument, die Geige, erste Wahl ist, hört die 14-jährige in ihrer Freizeit lieber Rock, bevorzugt Songs der australischen Hard-Rocker AC/DC. „Ich spiele auch E-Gitarre, dass ist für mich ein guter Ausgleich zu Tschaikowski und Sarasate, die ich auch sehr verehre“, sagt Schmitz.

Gut zwei Stunden dauerte das Konzert in der Kirche – unter erschwerten Bedingungen für die Protagonisten: „Die Akustik ist problematisch, da der Raum extrem nachhallt. Da müssen wir langsamer spielen“, sagte Lotta Schmitz. Den Zuhörern fiel davon allerdings nichts auf, sie freuten sich über den musikalischen Leckerbissen.

Freuen konnten sich auch die Präsidenten der Rotary Clubs, Ludger Giesberts und Martin Schulte. Rund 5000 Euro brachte die Veranstaltung ein, die in die sozialen Jugendprojekte der Rotarier fließen werden.

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